Leverkusen: Currenta bildet seit einem Jahr junge Leute im „MultiPlant-Center“ aus und setzt auch auf Umwelttechnikberufe.

Currenta : Berufserfahrung 4.0

Currenta bildet seit einem Jahr junge Leute im „MultiPlant-Center“ aus und setzt auch auf Umwelttechnikberufe.

MultiPlantCenter 4.0 – das klingt nach Zukunft. Das soll es auch. Denn just vor einem Jahr hat Chemparkbetreiber Currenta das Center eingeweiht. Es ist die weitgehend digitalisierte Keimzelle für die Chemikantenausbildung im Chempark. Auf 220 Quadratmetern  werden die jungen Leute auf den Job in der digitalisierten Welt vorbereitet. Nach einem Jahr zieht das Unternehmen Bilanz.

Und die fällt positiv aus, sagt Wilhelm Heuken, Leiter der Bildung bei Currenta: „Es stellt sich heraus, dass wir den richtigen Weg gewählt haben“, resümiert er. Der Grund liegt in den neuen Räumen: Unter einem Dach versammelt sind verschiedene Disziplinen wie Verfahrens-, Anlagen- oder Labortechnik, die verschiedenen Anlagenteile im Ausbildungsbetrieb sind miteinander vernetzt,  „und das Ausbildungskonzept hat sich seit der Inbetriebnahme ständig weiterentwickelt“, ergänzt Heuken.

Ausbildungsmodule verschiedener Berufsbilder, wie Pharmakanten, Produktionsfachkraft Chemie und Industriemechaniker seine in dem Zentrum nutzbar. „Wir agieren mit der Ausbildung im MultiPlantCenter4.0 flexibler und haben das Thema Digitalisierung einbezogen“, fasst Heuken zusammen. Und einbezogen werden auch die  Azubis: „Wir lassen den Nachwuchs in die Gestaltung der Ausbildung eingreifen und können damit neue Impulse für die Ausbildung setzen.“

Konkret heißt das: Die Lehrlinge können mitbestimmen, und vor allem sollen sie sich gegenseitig auch unter die Arme greifen. Die Nachwuchskräfte sollen sich „in der modernen Arbeitsumgebung gegenseitig vernetzen“ – entweder im eigens dafür geschaffenen Besprechungsbereich oder über digitale Werkzeuge wie Tablets und Cloud-Dienste. Currenta überschreibt diese neuen Austauschmöglichkeiten mit „Wachstum durch gegenseitigen Erfahrungsaustausch“. Dazu gehört laut Currenta auch, dass Nachwuchskräfte auf diese Weise mögliche Startschwierigkeiten besser überwinden können.

Nicht nur bei der Infrastruktur wie mit dem  MultiPlantCenter, sondern auch bei der Breite seiner Ausbildungsfelder richtet sich Currenta auf die Bedürfnisse der Zukunft aus, wirbt das Unternehmen für sich. Gerade zur rechten Zeit, denn derzeit ist die Bewergbungsphase für den Ausbildungsjahrgang 2020.

Während das Wort Klima und dessen Schutz derzeit in aller Munde ist,  hat auch Currenta sein Ausbildungsprogramm in Sachen Umwelttechnik erweitert: Dazu gehören Lehrstellen in den Berufen Fachkraft für Abwassertechnik und Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft, die der Chemieparkbetreiber seit zwei Jahren anbietet.

Diese Berufe seien vor allem für junge Leute spannend, die schon während der Ausbildung mit moderner Technik arbeiten wollen und sich für Umweltschutz interessieren. „Dabei gehört die Bedienung von modernen Großanlagen zu den täglichen Aufgaben: Als Abwassertechniker steuert man industrielle Kläranlagen, als Kreislauf- und Abfallwirtschaftler die Sonderabfallverbrennungsanlage“, heißt es von Currenta.

Mitbringen sollten Auszubildende aber auch ein gewisses  handwerkliches Geschick, denn kleine Wartungen an den Maschinen erledigen die Lehrlinge selbst.

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