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Leverkusen: Corona-Testzentrum in der Auermühle wieder geöffnet

An der Auermühle in Leverkusen : So funktioniert das Corona-Abstrich-Zentrum

Das Drive-in-Testzentrum ist wieder in Betrieb gegangen. Nur wer vom Gesundheitsamt geschickt wird, kann an der Auermühle auch getestet werden. Das Prozedere dauert nur wenige Minuten.

Die Stadt hat auf die steigenden Corona-Fallzahlen reagiert und in Kooperation mit den Maltesern am Montag das Corona-Abstrich-Zentrum an der Auermühle wieder in Betrieb genommen. Schon von Ende März bis Ende April war auf dem ehemaligen Freibadareal ein Drive-in-Testcenter errichtet worden, jetzt schickt das Gesundheitsamt wieder Menschen zu den Tests in die Auermühle – allerdings mit einem modifizierten Konzept. 100 Leverkusener wurden am ersten Tag getestet.

Wie sieht das Konzept aus? Während das Abstrich-Zentrum im Frühjahr nur als Drive-in-Zentrum ausgewiesen war, können die Menschen nun auch zu Fuß beziehungsweise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln kommen. „So können wir wesentlich effizienter arbeiten“, sagt Tim Feister, Kreisgeschäftsführer des Malteser Hilfsdienstes. „Dadurch brauchen wir weniger Security und weniger Mitarbeiter.“ Ein positiver Nebeneffekt: Es sei auch besser für die Umwelt, wenn nicht ständig die Motoren laufen müssen.

Wer kann sich testen lassen? „Das hier ist keine öffentliche Einrichtung“, betont Martin Oehler, Chef des Leverkusener Gesundheitsamts. Nur wer von Oehlers Behörde zur Auermühle geschickt wird, darf auch getestet werden. „Die Laborkapazitäten sollen nicht durch Tests blockiert werden, die nicht zwingend notwendig sind.“ So werden in erster Linie Personen, die vom Robert Koch-Institut als Kontaktpersonen der Kategorie zwei eingestuft werden, getestet. Das sind Personen, die sich im selben Raum wie ein bestätigter Covid-19-Fall aufhielten, aber keinen direkten Kontakt zur positiv getesteten Person hatten. Ein Beispiel: Kinder einer Schulklasse, wenn ein positiv getesteter Mitschüler in einigem Abstand sitzt.

Wie läuft der Test ab? Das Gesundheitsamt teilt den zu testenden Personen ein Zeitfenster zu, in dem sie zur Auermühle kommen sollen. Die Security am Eingang prüft, ob eine Einladung vorliegt. Nur dann dürfen die Menschen auch eintreten. Eine Ampel und Markierungen auf dem Boden weisen den Weg. Nach einer Registrierung, bei der die persönlichen Daten abgeglichen werden, gehen die zu testenden Personen einen Raum weiter, wo erstmals die Maske abgenommen werden darf. Dann wird der Abstrich gemacht, damit das Zeitfenster, in dem keine Maske getragen wird, möglichst kurz ist. „Insgesamt dauert der Aufenthalt nur wenige Minuten“, sagt Feister.

Wie viele Tests können am Tag gemacht werden? „Wir wissen am Vorabend, wie viele Menschen am Tag drauf zu uns kommen“, sagt Feister. Er rechne mit etwa 200 am Tag, die Kapazität beträgt 500. „Im Notfall können wir aber noch auf das Doppelte aufstocken.“

Wie lange dauert es, bis die Bürger das Ergebnis haben? Innerhalb von 48 Stunden soll das Ergebnis vorliegen. Das sei aber auch immer abhängig von der Auslastung, sagt Oehler.

Welche Kosten kommen auf die Bürger zu? Wer vom Gesundheitsamt in die Auermühle geschickt wird, muss nichts bezahlen. Das übernehme der Staat, betont das Gesundheitsamt.