Leverkusen: Chemikalien gefunden - Feuerwehr bei Brand im Großeinsatz

Chemikalien gefunden: Feuerwehr-Großeinsatz bei Brand in Leverkusen

Die Leverkusener Feuerwehr war am Nachmittag mit einem Großaufgebot in der Innenstadt im Einsatz. Dort brannte es im Dachstuhl eines Gebäudes. Weil in dem Haus Chemikalien gelagert werden, war besondere Vorsicht geboten. Mittlerweile gab die Feuerwehr Entwarnung.

Feuerwehr und Polizei waren seit dem frühen Nachmittag an dem Haus in der Clemens-Winkler-Straße im Einsatz. Dort brannte der Dachstuhl. Die Einsatzkräfte waren zunächst von einem Routineeinsatz ausgegangen und ohne Schutzkleidung in das Gebäude gegangen. Dann stellte sich heraus, dass in dem Haus Chemikalien gelagert werden. Alle Einsatzkräfte mussten verdachtsmäßig darauf untersucht werden, ob sie durch die Chemikalien kontaminiert worden waren. Die Feuerwehr hatte vor dem Haus eine so genannte Dekontaminationsdusche aufgebaut. Feuerwehrleute gingen anschließend in ABC-Anzügen in das Haus.

Die Feuerwehr bat Anwohner vorsorglich aus Sicherheitsgründen, Türen und Fenster geschlossen zu halten. Gewarnt wurde auch über die Warn-App Nina. Mittlerweile hat die Feuerwehr Entwarnung gegeben. Türen und Fenster können wieder geöffnet werden. Verletzt wurde bei dem Brand niemand.

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Die Polizei hat Ermittlungen zu den Chemikalien und zur Brandursache aufgenommen. Bislang gebe es keine Hinweise auf einen politischen Hintergrund. Ein Bewohner des Hauses ist polizeibekannt. Er soll in der Vergangenheit in dem Haus mehrere kleine Sprengungen provoziert haben.

Der Bereich um die Clemens-Winkler-Straße war während des Einsatzes abgesperrt. Besucher der Fußgängerzone durften nicht in die Parallelstraße gehen.