Leverkusen: Charity-Dinner für die Indianer-Hilfe im Audi-Zentrum.

Kinderschutzbund und Indianerhilfe : Charity-Dinner für Kids und die Indianer in Peru

Am 30. November wird das Autohaus wieder zum Gala-Restaurant. Bereits zum elften Mal versammeln sich im Audi-Zentrum Personen der Leverkusener Gesellschaft aus Wirtschaft, Sport, Politik und Medizin. Die Charity ruft sie zusammen.

Das Dinner zu Gunsten der Indianerhilfe von Bernhard Rappert und des Kinderschutzbunds Leverkusen bringt jedes Jahr gut 8000 Euro in die Kassen der beiden wohltätigen Institutionen.

Und das Geld wird dringend benötigt. Die Indianerhilfe, bei der indigenen Völkern aus dem Dschungel von Peru ärztliche Versorgung ermöglicht wird, ist bereits über 60 Jahre alt. Seither befinden sich für einige Jahre deutsche Ärzte im Amazonasgebiet. Derzeit beim Volk der Urarinas, dessen Sprache nicht klassifiziert ist.

„Unser Ziel ist es“, verkündet Rappert, „dort ein Beatmungsgerät anzuschaffen.“ Denn auch am Amazonas verändere sich das Klima. Es falle mehr Regen, gebe mehr Kälte. So litten immer mehr Kinder an Bronchitis.  Die Verbindungen in der dortigen Provinz, deren Fläche größer ist als die Deutschlands, seien unwegsam, berichtet der 67-jährige Arzt. Mit dem Boot über den Fluss dauere es Stunden bis in die nächste Stadt.

Für die Einwohner des Dschungels sind die deutschen Ärzte trotz fremder Sprache enorm wichtig. „Wir sind Vertrauenspersonen – mehr auch als der peruanische Staat“, bekräftigt Rappert die Wichtigkeit des Projekts.

Dabei sei es nicht immer leicht, zu den Völkern vorzudringen. Schließlich hätten diese ihre eigenen Sichtweisen und Bräuche. „Da ist viel Aberglaube dabei“, sagt der Chef des Projekts. Damit müssten Helfer sich auseinandersetzen, sie könnten nicht immer alles so durchsetzen, wie sie es gewohnt seien.

Nicht weniger wichtig ist das Engagement des Kinderschutzbunds in Leverkusen. Dessen Geschäftsführer Peter Boddenberg erläutert, die Einnahmen des Dinners würden insbesondere für die Beratungsstelle ausgegeben. Neben über 100 Ehrenamtlern beschäftigt die Institution schließlich auch fünf Hauptberufler. „Wir bewegen uns zwar nicht durch den Dschungel in Peru, wir bewegen uns durch den Dschungel in Leverkusen – den gibt es ja vor allem im sozialen Bereich“, sagt er an Rappert anknüpfend.

Gerade beim Cybermobbing, sexualisierter Gewalt an Schulen und bei den psychischen Problemen der Eltern sehen Boddenberg und seine Mitstreiter einen Anstieg. Da sei Hilfe geboten. Rund 8000 bis 9000 Euro kommen da gerade recht. Für die Indianerhilfe in Peru gilt, dass sich dieser Betrag durch den Wechselkurs wohl gut vervierfacht.

Während der Gala Ende November bringt vor allem die Versteigerung die großen Beträge. Ein unterschriebenes Trikot von Bayer 04, alte Weine und Kunst sind im Angebot.

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