1. NRW
  2. Städte
  3. Leverkusen

Leverkusen Brücken-Baustopp: SPD fordert Freigabe des Rhein-Radwegs

Leverkusener Brücke : SPD fordert Freigabe des Radwegs unter der A1-Brücke

Ohne Bauarbeiten bestehe kein Grund für die noch andauernde Sperrung, findet die SPD. Ein bisschen tut sich aber doch an der neuen Rheinbrücke: Der Landesbetrieb Straßenbau hebt Erdreich im Bereich der Altablagerung Dhünnaue für das Widerlager der Brücke aus. Dazu wurde eine neue Einhausung errichtet.

Der Neubau der Rheinbrücke liegt vorerst auf Eis. Deshalb sehen die Sozialdemokraten keinen Grund dafür, den Radweg entlang des Rheins unterhalb der Brücke gesperrt zu lassen. Die SPD-Fraktion fordert die Stadtverwaltung auf, sich beim landesbetrieb Straßenbau für eine zeitweise Freigabe des Wegs einzusetzen, und hat einen entsprechenden Antrag für den kommenden Hauptausschuss, der am 18. Mai tagt, gestellt. „Auch bei den weiteren Bauphasen soll der Radweg so häufig wie möglich geöffnet werden“, schreiben Peter Ippolito und Jonas Berghaus in ihrem Antrag.

Seit dem Frühjahr 2018 ist der Fußgänger-/Radweg auf Leverkusener Seite nicht nutzbar. Er wurde für die Baustelleneinrichtung und für die Errichtung der Fundamente der Rheinbrücke gesperrt. „Damit ist die Verbindung zwischen Wiesdorf und der Schiffsbrücke sowie dem Stadtteil Rheindorf unterbrochen“, erklären Ippolito und Berghaus. „Fußgänger und Radfahrer können die Schiffsbrücke nur von Rheindorf aus erreichen. Grundsätzlich sind dadurch weite Umleitungen für Fußgänger und Radfahrer entstanden.“

Wie lange diese Einschränkungen andauern, habe Straßen NRW bisher nicht genau sagen können. „Durch den Baustopp an der neuen Rheinbrücke wird sich die Sperrung nun aber vermutlich noch verlängern“, sind die Politiker überzeugt.

Ein paar Arbeiten gehen derweil doch weiter, teilt der Landesbetrieb Straßenbau mit. Nämlich im belasteten Bereich der Altablagerung Dhünnaue im Autobahnkreuz Leverkusen-West. Dort müsse Erdreich für das Widerlager der neuen Rheinbrücke ausgehoben werden. Die Bohrpfähle seien bereits hergestellt worden. „In den nächsten Tagen wird das zum Teil belastete Material zwischen den Bohrpfählen ausgehoben und entsorgt“, so der Landesbetrieb.

Um die Arbeiten durchführen zu können, habe man eine weitere Einhausung neben dem rechtsrheinischen Widerlager der Rheinbrücke aufgebaut. „Aufgrund der besonderen Lage am Hang ist diese Einhausung wesentlich höher als die bisherigen“, heißt es von Straßen NRW.

Wie in den bisherigen Einhausungen zuvor werde innen die Luft abgesaugt und in einer mehrstufigen Reinigungsanlage gefiltert. „So wird verhindert, dass eventuell belastete Stäube oder Gase nach außen gelangen können. Das ausgehobene Material wird mit den gewohnt hohen Sicherheitsvorkehrungen entsorgt.“

Diese Arbeiten sollen bis Ende Mai dauern.