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Leverkusen: Brandserie im Schlebuscher Wald geht weiter

Festnahme im Naturschutzgebiet : Brandstiftung im Schlebuscher Wald: 17-Jähriger unter Verdacht

Nach einer Brandserie im Schlebuscher und Dünnwalder Forst hat die Polizei einen 17-Jährigen festgenommen. Er wird verdächtigt, die Brände gelegt zu haben und schweigt zu den Vorwürfen. In seinen Taschen fanden Polizisten Beweismittel, die den Verdacht erhärten.

Der Junge soll bisher nicht polizeilich in Erscheinung getreten sein. Aufmerksame Zeugen hatten die Polizei auf ihn aufmerksam gemacht. Polizisten nahmen ihn daraufhin in Tatortnähe fest. Nach seiner Vernehmung wurde der 17-Jährige dem Jugendamt übergeben, heißt es im Polizeibericht.

Nach Bränden am Sonntag hatten Anrufer der Feuerwehr am Montag gegen 21.50 Uhr erneute Feuer aus dem Naturschutzgebiet gemeldet. „Die Zugänglichkeit und das Auffinden der Brandstelle erwiesen sich als schwierig“, berichtet die Feuerwehr. Als die Brandstelle lokalisiert war, meldeten Passanten ein weiteres Feuer an einer anderen Stelle.  Zusätzlich alarmierte Feuerwehrkräfte auf Motorrädern entdeckten während der Erkundung im Waldgebiet einen dritten Brandort. Die Polizei patrouillierte mit einer größeren Anzahl an Einsatzkräften, um einen möglichen Verursacher zu finden. Der alarmierte Hubschrauber der Polizei suchte den Bereich mit einer Wärmebildkamera aus der Luft ab. Insgesamt wurden drei Brandstellen durch die alarmierten Kräfte aus Leverkusen und Köln abgelöscht.

Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts der Brandstiftung und bittet um Hinweise unter 0211 290-0. Insgesamt hat es bisher an acht verschiedenen Stellen gebrannt.

Der Aufwand der Einsatzkräfte war hoch: Die Feuerwehr Leverkusen war mit zehn Fahrzeugen und 26 Kräften aus freiwilliger und Berufsfeuerwehr im Einsatz. Ebenso die Feuerwehr Köln mit der Löschgruppe Dünnwald der Freiwilligen Feuerwehr sowie dem Löschzug der Wache 9 der Berufsfeuerwehr im Einsatz. Die Polizei setzte mehreren Streifenwagen und einem Hubschrauber mit Wärmebildkamera ein.Die Löscheinsätze dauerten bis etwa 23 Uhr.