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Leverkusen bereitet sich auf Europawahl vor

109 Wahllokale, 900 Wahlhelfer : Alles bereit für die Europawahl

Am 26. Mai können 116.269 Menschen in Leverkusen wählen gehen. 6300 haben bereits per Briefwahl abgestimmt.

Wer soll uns künftig im europäischen Parlament vertreten? Das entscheidet sich am Sonntag, 26. Mai. Doch viele Leverkusener scheinen diese Wahl schon im Voraus treffen zu wollen. „Die Zahl der Briefwähler ist in diesem Jahr rekordverdächtig“, sagt Melanie Offermann, Sachgebietsleiterin Wahlen im Rathaus. 16.500 Wähler haben einen Wahlschein oder die Briefwahl beantragt, 6300 haben bereits per Briefwahl ihre Stimme abgegeben, und das gut eine Woche vor der Wahl. „Das sind jetzt schon 2000 mehr als bei der letzten Europawahl insgesamt“, stellt Offermann fest. 500 EU-Bürger anderer Nationalität haben den Antrag gestellt, in Leverkusen zu wählen.

Von der Anzahl der Briefwähler lässt sich allerdings nicht auf die Wahlbeteiligung schließen. „Viele sind im Urlaub oder wollen einfach flexibel sein, und wählen deshalb schon im Vorfeld entspannt per Briefwahl“, sagt Offermann. Alexander Lünenbach, Beigeordneter für Bürger, Umwelt und Soziales, hofft aber auf eine höhere Beteiligung als 2014. Damals gingen in Leverkusen 48,8 Prozent der Berechtigten wählen.

Wer sich noch kurzfristig für die Briefwahl entscheidet, sollte die Fristen beachten. Die Wahlbriefe müssen am 26. Mai bis spätestens 18 Uhr im Briefwahllokal eingegangen sein. Wähler sollten deshalb dringend auch die Postlaufzeiten einrechnen. Im Rathaus selbst können die Briefwahlscheine am 26. Mai bis 18 Uhr abgegeben werden.

Damit die Wahl problemlos ablaufen kann, hat man sich in der Verwaltung gründlich vorbereitet. 300 städtische und rund 600 freiwillige Helfer werden am 26. Mai in den Wahl- und Briefwahllokalen im Einsatz sein. Sie verteilen sich auf 109 Wahllokale, die jeweils von 8 bis 18 Uhr geöffnet sind. Allerdings war es in diesem Jahr schwieriger, Freiwillige für den Dienst in den Wahllokalen zu gewinnen, hat Offermann festgestellt. „Das geht eigentlich nur noch über direkte Ansprache. Deswegen wollen wir bei den nächsten Wahlen auch verstärkt Soziale Medien nutzen, um an die Leute heranzukommen.“

Eine Herausforderung für die Ehrenamtler ist der Wahlzettel, der imposante 94 Zentimeter lang ist. Alleine das Zusammenfalten ist eine Kunst für sich. „Es haben schon einige angerufen und gefragt, wie man diesen dicken Zettel in den Briefumschlag packen soll“, erzählt Melanie Offermann.

Relativ problemlos lief es im Vorfeld bisher mit den Wahlplakaten. „Die Zahl der Fehlplakatierungen hält sich sehr in Grenzen“, sagt Friedhelm Laufs, Fachbereichsleiter Bürger und Straßenverkehr zufrieden. Die Stadt hatte im Vorfeld Laternen und Masten mit gelben Banderolen gekennzeichnet. Dort war das Plakatieren erlaubt, und die Parteien haben sich daran gehalten. „Dieses Verfahren hat sich bewährt“, sagt Laufs, lediglich 50 Plakate wären falsch platziert gewesen.