Leverkusen bereitet sich auf das Rhein-Hochwasser vor - Pegel in Köln steigt

Hochwasser am Rhein : Leverkusen schließt Schutztore in Hitdorf

Die Hochwasserlage entlang des Rheins bleibt angespannt. Bei Köln wird der Höhepunkt des neuerlichen Hochwassers voraussichtlich am Freitag erreicht. In Leverkusen-Hitdorf werden Schutztore aufgebaut.

Die Stadt Leverkusen bereitet für Donnerstag den Aufbau der Hochwasserschutztore vor. Sie erwartet, dass der Pegel am Freitag die Marke von 8,20 Metern überschreiten wird. Am Mittwochmittag lag er noch bei 7,36 Metern und stieg mit zwei bis drei Zentimetern pro Stunde. Die Technischen Werke Leverkusen haben ihre Mitarbeiter in Rufbereitschaft versetzt. Je nach Wasserstandsprognose sollen auch weitere Schutztore aufgebaut werden.

Die Auto- und Personenfähre auf dem Rhein zwischen Köln und Leverkusen hat ihren Betrieb schon seit Montag eingestellt. Das Schiff "Fritz Middelanis" werde bis zum kommenden Sonntag aufgrund des steigenden Wasserstandes und des Treibguts im Fluss nicht mehr fahren, teilte die Häfen und Güterverkehr Köln AG am Montag mit.

Auch die Rheinfähre Mondorf in Bonn hat laut ihrer Facebookseite ihren Betrieb wegen des Hochwassers eingestellt. Auch die Fähre zwischen Zons und Urdenbach verkehrt nicht mehr. Wie auf der Homepage nachzulesen ist, ist sie "leider aufgrund des aktuellen Hochwassers außer Betrieb". Die Stadt Monheim hat den Urdenbacher Weg nach Düsseldorf gesperrt.

Schon 20 Zentimeter vorher müsste der Schiffsverkehr auf Deutschlands wichtigster Wasserstraße gestoppt werden, so die Hochwasserschutzzentrale in Köln am Mittwoch. Der bisher höchste Pegelstand in Köln lag in diesem Jahr bei 8,78 Meter. Der Krisenstab tritt in Köln aber erst ab einem Pegelstand von 10,70 Metern zusammen: Alle Hochwasserpumpen sind dann in Betrieb, für die Stadt wird Katastrophenalarm ausgelöst.

Bei Bingen, Koblenz und Andernach in Rheinland-Pfalz werde im Laufe des Donnerstags wohl die Meldestufe II überschritten, sagte ein Sprecher des Hochwassermeldezentrums Rhein. "Da würde dann auch die Schifffahrt eingestellt werden."

Der aktuelle Pegelstand des Rheins kann im Internet unter www.steb-koeln.de nachgelesen werden.

Mit Material der dpa.

(woa)
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