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Leverkusen: Benjamin Henrichs spendiert Einsatzwagen für das Rote Kreuz

Aktion „We Kick Corona“ : Bennjamin Henrichs spendet für neuen Einsatzwagen

Der ehemalige Profi der Werkself finanzierte ein Fahrzeug für den Katastrophenschutz des Roten Kreuzes. Er wolle Leverkusen etwas zurückgeben, sagt der Fußballer, der mittlerweile beim AS Monaco spielt, schlicht.

Benjamin Henrichs hat seine Wurzeln nicht vergessen. Mit sieben Jahren wurde er bei einem Hallenturnier entdeckt, kurz danach spielte er bereits für die Jugend von Bayer 04 und avancierte im Laufe der Jahre zum gestandenen Bundesligaprofi und Nationalspieler. 2018 entschied er sich für den nächsten Schritt seiner Karriere und wechselte zum französischen Erstligisten AS Monaco. „Aber Leverkusen ist und bleibt meine Heimat“, betont er. Derzeit ist er bei seiner Familie im Rheinland. „Es ist mir wichtig, hier vor Ort zu helfen.“

Im Rahmen der federführend von den Nationalspielern Joshua Kimmich und Leon Goretzka ins Leben gerufenen Aktion „We Kick Corona“, bei der Fußballprofis für den guten Zweck spenden, finanzierte er einen Einsatzwagen für den Katastrophenschutz des Roten Kreuzes. „Es haben sich viele Einrichtungen um Spenden beworben“, sagt der 23-Jährige. „Ich wollte unbedingt etwas in Leverkusen unterstützen.“ Gesagt, getan. Mit seiner Spende wurde ein Ford Focus für den Einsatz ausgerüstet – mit Blaulicht, Stauraum im Kofferraum für wichtige Utensilien und Martinshorn. Letzteres ließ sich Henrichs auf dem Hof des DRK an der Hitdorfer Straße vorführen. Und er hatte sichtlich Freude an der Sirene.

Genutzt wird der Wagen in Zukunft von der jeweiligen Einsatzleitung. Die Situationen, bei denen er ausrückt, sind vielfältig. „Das reicht von Großbränden, bei denen wir die Feuerwehr unterstützen, und Evakuierungen bei Bombenfunden bis zu Überschwemmungen“, sagt Dennis Benson, der ehrenamtlich den Katastrophenschutz des DRK leitet. Ohnehin ist der Rettungs- und Hilfsdienst stark von Ehrenamtlern geprägt. Rund 120 sind im Kreisverband Leverkusen aktiv. Auch bei einer Verschärfung der Conona-Pandemie wäre das Fahrzeug im Einsatz, etwa zur Unterstützung des Rettungsdienstes. „Es sind viele Einsatzlagen denkbar, bei denen der Wagen gebraucht wird“, betont Benson.

Das bis dahin für diesen Zweck genutzte Fahrzeug war nach 13 Jahren im Dienst am Limit. Es wird nun ausrangiert und für weniger wichtige „Einsätze“ genutzt – „für Fahrten zu Lehrgängen oder Besorgungen“, sagt Benson. Ein Einsatzwagen sei immer besonderer Beanspruchung ausgesetzt. Insofern sei die Spende des Fußballprofis genau zur richtigen Zeit gekommen. „Wir haben uns gesagt: Wenn wir schon alles neu machen, dann richtig“, betont der 29-Jährige, während er Henrichs die Vorzüge des neuen Vehikels vorführt.

Der ist seinerseits froh, dass er helfen konnte. „Ich wollte etwas zurückgeben an Leverkusen“, sagt er. An dem Abend, an dem der französische Präsident Emmanuel Macron die strenge Ausgangssperre in Frankreich ankündigte, entschied sich Henrichs, zu seiner Familie nach Leverkusen zu kommen. Sobald die Ausgangssperre aufgehoben ist und er wieder mit seiner Mannschaft trainieren kann, kehrt er zurück.

Bis es soweit ist, hält er sich mit den ausgefeilten Heimtrainingsplänen des Vereins fit und ist bereit für den nächsten Einsatz, wie er betont – so wie das neue Fahrzeug des DRK.