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Leverkusen: „Bemalung und Grafitti gehören zur Fanszene“

Opladener Fußgängerzone : „Bemalung und Grafitti gehören zur Fanszene“

Die Linke reagiert auf Kritik der FDP an Farbschmierereien der Ultras in der Opladener Fußgängerzone. Die Laterne soll angeblich vorher in Kölner Farben rot-weiß bemalt gewesen sein.

Mit bemalten Verkehrsschilder-Rückseiten und Verteilerkästen fing es an, mittlerweile ziehen sich die Vereinsfarben von Bayer 04 auch auf Betonwänden und an Laternenmasten durchs Stadtbild. Jüngst hatte FDP-Ratsherr Friedrich Busch moniert, dass nun auch eine der neuen anthrazitfarbenen Laternen in der Opladener Fußgängerzone bemalt worden sei und appellierte an die Fangruppierung der Leverkusener Ultras,  Rücksicht zu nehmen auf die erst vor kurzem einer Frischekur unterzogenen Opladener Fußgängerzone. Die Linke moniert nun Buschs Kritik, sagt sie hätte mit Mitgliedern der Leverkusener Ultras Kontakt aufgenommen „und im Dialog verschiedene Kritikpunkte thematisiert und nützliche Informationen erhalten“. Ursprünglich habe offenbar ein  FC-Köln-Fan die Laterne in rot und weiß angemalt samt entsprechendem Schriftzug. „Jedoch wurde nach einiger Zeit die weiße Farbe mit Schwarz übermalt, da scheinbar ein Leverkusener Fußballfan keine Freude dabei empfand, rot-weiße Schmierereien in der frisch renovierten Fußgängerzone zu erblicken“,  schreibt die Linke. Zudem hätten die Ultras zwar  viele Stromkästen, Wände und einen Kreisverkehr schwarz-rot gefärbt. „Die Aktionen trafen jedoch überwiegend auf graue und größtenteils versiffte Untergründe. Die Urheber haben bewusst Abstand davon genommen, Objekte zu bemalen, die wie die neuen Laternen in der Fußgängerzone zum positiven Erscheinungsbild unserer Stadt beitragen.“ Graue Kästen trügen nicht zu einem schönen Stadtbild. „Entsprechende Bemalungen und Graffiti gehören zu einer lebendigen Stadt und Fanszene dazu.“ Die Linke habe dazu beigetragen, dass es geplante Verschönerungsaktionen der Kästen gebe. „Das ist jedoch nur ein erster Schritt. Wir fordern die Stadt auf, zudem ein Konzept zu entwickeln, um neben der Entsiegelung von Schulhöfen einerseits, auch keine grauen Betonwände oder Beton-Leitplanken mehr zu installieren, sondern diese zu ersetzen oder ansprechend neu zu gestalten.“  Etwa auch durch Begrünungen.