Leverkusen bekommt weniger Geld von den Stadttöchtern

Stadt-Finanzen : Weniger Geld von den Stadttöchtern

Geschäfte liefen unterschiedlich gut. Stadt erhält knapp über acht Millionen Euro.

Die Erlöse der städtischen Tochterunternehmen gehen insgesamt zurück. Das hat unterschiedliche Gründe. Die Stadt erhält einen Anteil in Höhe von 8.434.155 Euro. Das legte die Verwaltung jetzt den Ratspolitikern im Finanzausschuss vor.

Die Energieversorgung Leverkusen (EVL) sorgt für den mit vier Millionen Euro größten Betrag. Insgesamt erwirtschaftet das Versorgungsunternehmen einen Überschuss von fast zehn Millionen Euro – acht Millionen davon werden an die Gesellschafter Rhein Energie und die Stadt ausgeschüttet. Während die Einnahmen für Wärme im vergangenen Jahr gesunken sind, stieg der Anteil der Wasserversorgung. Das lag laut EVL-Chef Thomas Eimermacher an der Hitze.

Die Wohnungsgesellschaft Leverkusen (WGL) verzeichnete ebenfalls einen großen Überschuss (beinahe acht Millionen Euro). Dieser Betrag wird vollständig in Bau­erneuerungs- und Gewinnrücklagen angelegt. In naher Zukunft vergrößert die Gesellschaft ihr Tätigkeitsfeld durch eine Tochtergesellschaft, die sich unter anderem auf Heizungen und Rauchmelder spezialisiert. Die Genehmigung der Bezirksregierung gebe es bereits, erläuterte Geschäftsführer Wolfgang Mues.

Mit der Wupsi soll die Verkehrswende in der Stadt vorangetrieben werden. Von dem Verkehrsunternehmen erhält die Stadt rund zwei Millionen Euro. Das ist weniger als im Vorjahr. Allerdings sind die Aufwendungen um sieben Prozent gestiegen. Im Bundesdurchschnitt mussten im Jahr  2017 Fahrten pro Person mit 42 Cent gefördert werden – bei der Wupsi waren es nur 18 Cent.

Die Sparkasse und dessen Vorstandsvorsitzender Rainer Schwarz beklagen weiter den  schlechten Zinsstand. Die Kundeneinlagen stiegen um 8,2 Prozent. Dabei handele es sich um „täglich fällige Gelder“, auf die das Kreditinstitut 0,01 Prozent Zinsen geben könne.  400.000 Euro erhält die Stadt von ihrer Tochter für gemeinnützige Zwecke. Den Personalstand senkte die Sparkasse von 546 (2016) auf 499 (2019).

Für die Wirtschaftsförderung Leverkusen (WFL) trat der scheidende Chef Frank Obermaier vors Mikrofon. Er verkündete, es sei gelungen, 19 Existenzgründungen zu verzeichnen, 340 Arbeitsplätze zu schaffen oder zu halten, acht Unternehmen anzusiedeln und sieben zu sichern. Bei einem Minus von gut 875.000 Euro würden sich diese Investitionen jedoch auszahlen. Obermaier, der eine neue Herausforderung in Köln annimmt, sprach das letzte Mal in dem Ausschuss. Ihm wurde vielfach gedankt.

Das Klinikum verzeichnete einen Überschuss von rund 28.700 Euro, die zur Tilgung der Schulden  von fast 4,9 Million aus den Jahren 2005 und 2006 verwendet werden. Auf dem Krankenhausgelände wird ein bestehendes Gebäude erweitert.