Leverkusen: Beim Wildparkfest in Reuschenberg reihte sich eine Attraktion an die andere.

Wildpark Reuschenberg : Dem Adler tief ins Auge geschaut

Beim Wildparkfest in Reuschenberg reihte sich eine Attraktion an die andere. Familien standen Schlange.

Wenn der Wildpark Reuschenberg zum jährlichen Wildparkfest ruft, dann strömen die Leverkusener Familien nach Bürrig. Früh waren die wenigen und heiß begehrten Parkplätze am Wildpark belegt und eine lange Schlange bildet sich am Eingang. Die Eltern warteten mit ihren Pänz geduldig, um endlich die Attraktionen zu entdecken.

Ein Highlight war das Kinderschminken. Damit aber auch die besonders kreativen unter den Kids nicht zu kurz kamen, gab es neben der offiziellen Schminkstation auch die Möglichkeit, vor Spiegeln mit Pinsel und Schminkfarbe selbst Hand anzulegen und das Gesicht nach den eigenen Wünschen zu bemalen.

Ponyreiten, die öffentlichen Tierfütterungen oder die neu eingerichtete Raubvogel-Ralley mit Waldhexe waren ebenfalls beliebt  an diesem Tag. Genauso wie die neuen Riesenkaninchen, die ab sofort in ihrem Gehege zu bestaunenn sind.

„Unser Team ist schon sehr eingespielt, jeder weiß, was er zu machen hat“, erläuterte Nadine Schmidt, die Anfang des Jahres die Koordination des Wildparks übernommen hat. Nur so könne man auch den vielen Familien und dem Andrang gerecht werden.

Eine Attraktion, die schon seit vielen Jahren immer wieder im Wildpark gastiert, ist die Greifvogelshow der Greifvogelstation Hellenthal. Lange dabei ist Roger Stielow. „Die Leidenschaft zu den Greifvögeln ist eigentlich beim Motorradfahren entstanden“, erinnert er sich. Bei einem Ausflug in der Eifel 1995 sei man an der Greifvogelstation vorbeigekommen. Die Ausflüge hätten sich regelmäßig wiederholt, bis er und seine Frau eine Patenschaft für eines der Tiere übernommen hätte. „Und schwups, da rutscht man dann so rein“, sagte Stielow.

Falken, Eulen, Käuze, Bussarde und Milane,  aber auch Adler waren mit von der Partie. Wie zum Beispiel Lima. Der Kordillerenadler ist eine Sie und rund sieben Jahre alt. „Also ist sie noch recht jung“, erläutert Stielow. Bis zu 45, 50 Jahre alt könnten diese Adler werden.

Angst vor dem Federvieh, das eine Flügelspannweite von bis zu gut 1,80 Meter haben kann, hatte die 13-jährige Judith nicht. Sie bekam einen Lederhandschuh angezogen,  und mit aller Seelenruhe krallte sich Lima in den Handschuh fest. „Aber Respekt habe ich schon“, gestand Judith, als sie von Angesicht zu Angesicht dem Adler tief in die Augen schaute.

Etwas erleichtert schien sie dann aber doch zu sein, als sie von Vogel und Handschuh befreit wurde und zur nächsten Station wandern durfte.

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