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Leverkusen: Beim Gesundheitstag herrschte großer Andrang

Vorbeugung : Großer Andrang beim Gesundheitstag im Forum

Prävention, Ernährung und Bewegung waren die wichtigsten Themen des dritten Leverkusener Gesundheitstages im Forum. Entsprechend großer Andrang herrschte beim Gesundheitsparcours im Eingangsbereich.

Innerhalb von nur zwei Stunden ließen etwa 150 Personen ihre Cholesterin- und Blutzuckerwerte messen. Renate Pavlovic war eine von ihnen. Bei ihrem Premierenbesuch am Samstag hatte sie 20 Minuten geduldig in der Reihe gewartet, bis sie sich gegenüber von Arzthelferin Britta Dick auf einen Stuhl setzen konnte. Nach einer kurzen Weile bekam sie ihre Werte. Zufrieden war sie damit nicht. „Sobald ich fertig bin, gehe ich zum Beratungsgespräch und höre, was mir dort empfohlen wird“, beschloss die Hitdorferin deshalb.

Unzufrieden mit den Ergebnissen ihres dem Lungenfunktionstests war auch Edith Brückner aus Bürrig. Sie hatte ihren Rundgang bereits erledigt und einige Tipps und Hilfestellungen zum weiteren Procedere erhalten. „Seit Jahren habe ich damit zu tun, werde aber jetzt endlich etwas unternehmen, um der Ursache auf den Grund zu gehen. Dann schaue ich, wie es weiter geht.“

Im Terrassensaal herrschte unterdessen entspannte Atmosphäre. Es gab Filme, Podiumsdiskussionen und Informationen an insgesamt 35 Ständen. Rita Knieper und Helga Schleimer präsentierten gemeinsam mit Koordinatorin Fabiola Fabian und weiteren Kolleginnen zum Beispiel das auf drei Jahre angelegte Pilotprojekt „Mambo“. Das Kurzwort steht für „Menschen ambulant betreut, optimal versorgt“. Es wurde von der Betriebskrankenkasse Pronova, dem Regionalen Gesundheitsnetz Leverkusen und dem Institut für Medizinsoziologie, Versorgungsforschung und Rehabilitationswissenschaft (IMVR) der Universität zu Köln entwickelt, um Menschen zu Hause besser versorgen zu können. Für Pronova-Versicherte ist die Teilnahme kostenfrei. Knieper und Schleimer arbeiten als so genannte „MoniKa“: Monitoring- und Kommunikationsassistentin. „Von Patienten werde ich aber im Allgemeinen nicht Monika genannt“, schilderte Schleimer lachend, „sondern mit meinem richtigen Namen angesprochen. „Nur Ärzte sprechen von Monika.“ Mit dem bisherigen Verlauf sei man „insgesamt sehr zufrieden“, kommentierte der Leverkusener Mediziner Peter Travnik. „Für uns ist es enorm hilfreich. Denn selbst bei Hausbesuchen kann man nicht alles sehen.“