Leverkusen: Bei Champions for Charity duellierten sich Mannschaften angeführt von Dirk Nowitzki und Mick Schumacher für den guten Zweck.

Benefizspiel : Prominentes Duell auf grünem Rasen

Bei Champions for Charity duellierten sich Mannschaften angeführt von Dirk Nowitzki und Mick Schumacher für den guten Zweck.

21 Jahren spielte der Mann mit der Nummer 41 auf dem NBA-Trikot bei den Dallas Mavericks. Dort wurde Dirk Nowitzki zur Legende, steht in den Bestenlisten der US-Basketballprofiliga. Am Sonntag maß er sich mit Nachwuchsrennfahrer Mick Schumacher im Rahmen von Champions for Charity in der BayArena. Dabei sammelten sie Geld für ihre Projekte.

Vor dem Spiel gaben sich die beiden Kontrahenten entspannt, betonten, der Spaß stehe natürlich im Vordergrund. Wobei das Pendel in Sachen rein sportlicher Fitness klar für Schumacher ausschlug. Nowitzki allerdings wollte dem in nichts nachstehen und sagte: „Ich habe einmal Tennis gespielt, bin also in Top-Form.“ Um dann allerdings zu bekennen, sich nach seinem Sportlerleben durch Pizza, Burger und Co. gegessen zu haben.

Das sei aber völlig normal, erklärte er und verwies auf seine gestrigen Teamkollegen .Ex-Sportler wie Turner Fabian Hambüchen, Handballer Stefan Kretzschmar oder Skispringer Sven Hannawald hätten nach ihrer Karriere kurzzeitig zugelangt und zugelegt. „Das ist  völlig normal“, sagte der 41-Jährige, der sich sicherheitshalber ein Torwarttrikot bereitlegen ließ.

Mick Schumacher indes erzählte, mit dem Ball am Fuß nicht viel anfangen zu können. Im Garten mit Vater Michael kicken war in seiner Kindheit und Jugend nur bedingt angesagt. „Wir haben eher im Kart gesessen“, erinnerte sich Mick.

Die Einnahmen des Events gehen unter anderem an die „Keep Fighting“-Stiftung, die unter anderem die Hirnforschung unterstützt. „Es geht darum, die Arbeit von meinem Papa weiterzuführen“, sagte Mick Schumacher aus.

Der gute Zweck und die namhaften Sportstars zogen dann auch viele Menschen in die Arena. Die Warteschlange vorm Autogrammstand erlangte kurzzeitig über 150 Meter. Zwar hätte diese abzuarbeiten unverhältnismäßig viel Zeit in Anspruch genommen, doch verlief die Autogrammstunde wenig geordnet und nur sehr kurz. Enttäuschung machte sich unter den Fans breit.

„So blöd es klingt, aber sie hätten Drängelgitter aufstellen müssen“, bemerkte Ingo Kröber. Die Leute hätten versucht, sich in die Schlange zu drängelt. Außerdem habe es Probleme am Einlass gegeben, als  der Rucksack, in dem sein Basketball und die passenden Schuhe verstaut waren, für Diskussionen sorgte.

Wie dem auch sei: Ab diesem Zeitpunkt freute sich Familie Kröger aufs Spiel. Ihre Unterstützung galt dabei beiden Kontrahenten. Ingo Kröber sei einst selbst Kart gefahren. Einmal hätten sich Michael und Ralf Schumacher seiner angenommen und den fahrbaren Untersatz auf der Bahn auf Vordermann gebracht.

Der offizielle Michael und Mick Schumacher Fanclub hatte in der Umgriffsebene ein großes Transparent ausgebreitet, auf dem sich unzählige Unterschriften befanden. Das werde dem jungen Schumacher-Sohn noch heute in die Hand gedrückt, kündigte Vereinsvorsitzender Reiner Ferling an. „Für uns ist die Formel 1 noch zeitgemäß“, bekundete er .

Dirk Nowitzki und Mick Schumacher und die Autogrammjäger. Foto: Miserius, Uwe (umi)

Die 41 aber blieb die Nummer, die überall auf den Trikots und T-Shirts prangte. Aus der Nähe von Würzburg waren 20 Basketballer des TV Mainstockheim gekommen. Seit fünf Jahren entsteht in dem kleinen Ort ein ebenso kleiner Basketballhotspot, in dem viele Talente die Schuhe schnüren.Und wohin eine Basketballkarriere in Würzburg führen kann, sieht man an Nowitzki – auf den Rasen der BayArena.

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