Leverkusen: Bayer trennt sich von 950 Mitarbeitern im IT-Bereich

Leverkusen : Bayer trennt sich von 950 Mitarbeitern

Bayer sortiert seinen IT-Bereich neu, beziehungsweise aus, und damit verlassen auch 950 Mitarbeiter den Konzern. Spezialisierte externe Partner werden die Standard-Services, die bisher bei Business Services angesiedelt waren, übernehmen.

Die interne IT-Abteilung soll sich dann auf „wettbewerbsdifferenzierende Lösungen“ konzentrieren. Die digitale Transformation im Unternehmen soll beschleunigt werden. „Führende IT-Dienstleister übernehmen Services wie die Bereitstellung von digitalen Arbeitsplätzen für Mitarbeiter oder den Betrieb der weltweiten IT-Infrastruktur. Intern konzentriert sich die IT-Funktion künftig stärker auf digitale Lösungen, mit denen sich Bayer im Wettbewerb unterscheiden kann“, heißt es vom Konzern.

Diese Neuausrichtung ist Teil der im November 2018 angekündigten Effizienz- und Strukturmaßnahmen. Es geht ums Sparen, aber nicht nur, sagt Daniel Hartert, Bayers Chief Information Officer:  „Die Unterstützung durch die externen Partner ist für Bayer essenziell. Deshalb haben wir Anbieter gewählt, die in ihren Bereichen führend sind und mit denen wir bereits zusammenarbeiten.“ Die vier Partner übernehmen rund 950 IT-Mitarbeiter auf Vollzeitbasis von Bayer in Deutschland. Die Verträge laufen über sechs  Jahre, können aber noch um ein Jahr verlängert werden. „Die betreffenden Mitarbeiter in Deutschland werden im Laufe des kommenden Jahres zu den Partnern wechseln. Für sie gilt unter anderem auch der vereinbarte Schutz vor betriebsbedingten Kündigungen bis 2025 wie für Bayer-Beschäftigte in Deutschland“, betont der Konzern. Die Betriebsratsvorsitzende für Leverkusen, Heike Hausfeld, sagt: „Wir haben unsere Zustimmung im Aufsichtsrat davon abhängig gemacht, dass das Unternehmen eine weitreichende Absicherung der übergehenden Kollegen zusichert.“

(LH)