Leverkusen: Bayer im Visier der Arzneimittelaufseher

Leverkusen: Behörde ermittelt wegen Bayer-Medikament

Womöglich ist es bei einer 2010 abgeschlossenen Zulassungsstudie für den Gerinnungshemmer "Xarelto" zu Unregelmäßigkeiten gekommen. Nun prüft die europäische Zulassungsbehörde den Fall.

Das deutsche Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) bestätigte am Mittwoch auf Anfrage eine Prüfung durch die europäische Zulassungsbehörde EMA. Zuvor hatte das "Handelsblatt" über entsprechende Prüfungen in Europa und den USA berichtet. Die Bayer-Aktien büßten im frühen Handel mehr als 4 Prozent ein.

Bei Tests von Patienten sei in der Vergleichsgruppe offenbar ein defektes Gerät zur Bestimmung von Blutgerinnungswerten eingesetzt worden. Das Verfahren liege in den Händen der EMA, erklärte das zuständige Bundesinstitut BfArM. Dort war zunächst niemand für eine Stellungnahme erreichbar.

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Bayer erklärte auf Anfrage, man sei über den Vorgang informiert und arbeite eng mit den Gesundheitsbehörden zusammen, um mögliche Fragen zu klären. Weitere Studien hätten jedoch das Ergebnis der Zulassungsstudie bestätigt. "Xarelto" ist einer der großen Hoffnungsträger für Bayer. Der Umsatz lag im vergangenen Jahr bei rund 1,7 Milliarden Euro.

(lnw)