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Leverkusen: Altkleider-Container platzen aus allen Nähten

Bürgermonitor: „Eine Ausnahmesituation“ : Altkleider: Container platzen aus allen Nähten

Tohuwabohu herrscht an den Standorten für die Altkleiderabgabe, an denen mancher illegal auch Sperrmüll ablegt. „Fährt die Avea das nicht ab?“, fragt ein Bürger. Der Entsorger sagt, er lege derzeit mehr Abfahr-Schichten ein, um der Lage Herr zu werden.

Wertstoffinseln heißen bei der Avea die Standorte in der Stadt, an denen mehrere Container, etwa für Altkleider, Altglas und ausgediente Elektrokleingeräte stehen. Derzeit könnten sie auch Tohuwabohu-Inseln heißen. Der Optik wegen. Aufgerissene Kleidersäcke oder gleich Kleiderhaufen ohne Sack liegen teils verstreut neben den Altkleiderboxen oder so unappetitlich im Einwurfbereich, dass der nächste private Entsorger da gar nicht mehr ran will.

Einem 44-Jährigen aus Steinbüchel stößt das sauer auf. „Ich kann verstehen, dass die Leute gerade Zeit haben, Sachen auszumisten und die gepackten Säcke nicht zu Hause herumstehen sollen. Aber wenn ich merke, dass ein Container voll ist, bringe ich meinen Kleidersack zum nächsten oder muss ihn eben doch so lange zu Hause aufheben, bis der Container leer ist“, moniert er. Und: „Eigentlich müsste die Avea jetzt doch öfter fahren, um den Altkleidermüll wegzsuchaffen.“ Tut sie auch, sagt Anika Hagt. „Wir fahren gerade in zwei Schichten. Dazu kommen die Standplatzreiniger wegen des wilden Mülls, der drumerhumliegt“, berichtet die Avea-Sprecherin. Und der besteht nicht nur aus dem Inhalt von abgestellten Kleidersäcken, die irgendjemand später dann offenbar nach noch brauchbaren Stücken durchwühlt hat, sondern auch aus Sperrmüll. „Vermutlich, weil das Wertstoffzentrum einige Woche geschlossen war“, ordnet Hagt ein. „Das Ganze ist eine Ausnahmesituation.“ Und Ausnahmen erleben die Avea-Leute auch an bereits wieder hergerichteten Containerstandorten. „Diese Woche hatten wir am Bendenweg in Bürrig die Container geleert, den Standplatz wieder saubergemacht. Am nächsten Morgen standen dort 100 Säcke Müll. Das sieht schon eher so aus, als ob dort ein Gewerbetreibender etwas abgestellt hat.“ Die Avea versuche, der Sache mit Hilfe der Ordnungsbehörden nachzugehen.

Da ist auch Sperrmüll einfach dazugestellt worden. Foto: Ludmilla Hauser

Bis Ende der kommenden Woche sollen die Containerstandorte wieder in Ordnung sein. „Wir tun gerade alles, um nachzufahren und Grund reinzubekommen“, betont Anika Hagt. Sie bittet die Leverkusener: „Wer Altkleider abgeben möchte und merkt, der angestammte Container ist voll, kann sich unsere App herunterladen und dort nach Alternativstandorten  von Containern suchen.“