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Leverkusen: Ärger über beschmierte Laternen

Fußgängerzone in Opladen : Ärger über beschmierte Laternen

Nach Verteilerkästen und Betonwänden: In der frisch renovierten Opladener Fußgängerzonen sind die neuen Laternenmasten in den Farben der Werkself verziert worden. FDP-Ratsherr Friedrich Busch appelliert nun an die Ultras Leverkusen.

Es ist noch nicht allzu lange her, dass die Fußgängerzone von Opladen großzügig umgestaltet wurde. Sitzbänke, neue Bäume und auch neu installierte Straßenlaternen, die farblich auf die Mülleimer abgestimmt sind. Eigentlich viel Grund zur Freude – wären da nicht Fans des ortsansässigen Fußball-Bundesligisten Bayer 04 Leverkusen, die nun farblich ihr Revier markieren.

Das stößt dem Opladener Ratsherren Friedrich Busch (FDP) sauer auf. „Wir Opladener Bürger erfreuen uns an der neu gestalteten Fußgängerzone. Warum nehmt ihr uns die Freude, wenn wir gemütlich in der Fußgängerzone sitzen und  dann auf die schwarz-rote Schmiererei an der Straßenlaterne schauen müssen?“, appelliert er an die „Ultras Leverkusen“, die er dafür verantwortlich macht.

Verteufeln möchte er sie aber keineswegs. „Die Ultras Leverkusen sind ein wichtiger Bestandteil der Bayer 04-Fankultur, sind maßgeblich für die lautstarke Unterstützung der eigenen Mannschaft und für die Choreographie im Stadion verantwortlich“, sagt er anerkennend. Und auch während der Hochzeit der Corona-Pandemie seien sie positiv aufgefallen, etwa durch die Dankes-Banner, die sie im Klinikum aufgestellt haben. Auch hätten sie nach eigenen Angaben mindestens 50 Hilfeleistungen für Leverkusener Bürger erbracht, die auf Hilfe angewiesen waren, ergänzt er.

Die Schmierereien hingegen seien mit den positiven Verhaltensweisen nicht zu vereinbaren. „Ein solch respektloser Umgang mit einem für uns Bürger wichtigen Gegenstand kann kein Markenzeichen der Ultras Leverkusen sein.“

Schon im März waren die farblichen „Verschönerungen“ einigen Leverkusener Bürgern ein Dorn im Auge. Neben der Bushaltestelle ist seitdem an der Düsseldorfer Straße nahe Wupperbrücke der weiße Schriftzug  der Fangruppierung „Ultras Lev“ zu lesen. Auf einer Stütz­wand  an der Einfahrt zur Haus-Vorster-Straße wird an die Fanfreundschaft zwischen Leverkusen und Offenbach erinnert. Die beiden Markierungen  ergänzen jetzt die schwarz-roten Graffiti an Verteilerkästen an der Düsseldorfer Straße und der Sandstraße. „Der Verein heiße dieses ‚gesellschaftliche Phänomen’ nicht gut“, sagte damals Meinolf Sprink, Direktor Fans und Soziales bei Bayer 04.