Ermittlungen in Leverkusen St. Stephanus-Kirche in Hitdorf in Brand gesetzt

Update | Leverkusen · Brandstiftung ist offenbar die Ursache für ein Feuer in der St. Stephanus-Kirche in Leverkusen-Hitdorf. Die Kirchentür brannte. Die Löschmannschaften haben die Flammen erstickt, doch ist das Innere der Kirche durch Rauch beschädigt. Die Ostergottesdienste müssen dort ausfallen.

Leverkusen: St. Stephanus-Kirche in Hitdorf in Brand gesetzt
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St. Stephanus-Kirche in Hitdorf in Brand gesetzt

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Foto: Uwe Miserius

In der Stephanuskirche in Hitdorf ist es am Donnerstagmorgen zu einem Brandeinsatz der Feuerwehr gekommen. Unbekannte hatten offenbar ein Feuer an der Kirchentür gelegt. Die Rettungskräfte waren um 6.40 Uhr alarmiert worden.

Zwei Einheiten der Berufsfeuerwehr rückten aus, berichtet Einsatzleiter Markus Bilda. Später seien zusätzlich Helfer der Freiwilligen Feuerwehr hinzubeordert worden. Als die Helfer eintrafen, stand die hölzerne Kirchentür in Flammen.

Den Löscheinheiten ist es inzwischen gelungen, das Feuer zu ersticken. Doch ist die Kirche stark verraucht und muss entlüftet werden. Die Höhe des Schadens ist noch unklar. Mitarbeiter der Bauaufsicht sind vor Ort. Sie begutachten den Schaden und planen das weitere Vorgehen.

Vor der Kirche liegt ein verbrannter Pappkarton, die Kripo sichert Spuren. Brandermittler Martin Moser geht von Brandstiftung aus. Die Polizei sucht Zeugen, die Hinweise zu verdächtigen Personen geben können. Sie werden gebeten, sich telefonisch unter 0221 229-0 oder per E-Mail an poststelle.koeln@polizei.nrw.de bei den Ermittlern zu melden.

Eine Fußgängerin, die mit ihrem Hund Gassi ging, hatte das Feuer zuerst bemerkt und einen Autofahrer gebeten, die Polizei zu alarmieren. Eine Streifenwagenbesatzung traf kurz darauf ein. Die Polizisten versuchten, mit Handlöschern aus dem Streifenwagen das Feuer einzudämmen, was schließlich der angerückten Feuerwehr gelang.

Wie es mit dem verrauchten Kirchenraum weitergeht, ist noch unklar. Die Ostergottesdienste in Hitdorf sollen wegen des Brandes nicht stattfinden, sagte Pfarrer Peter Beyer. Die Reinigung sei so schnell nicht zu schaffen. Alternativ könnten die Gläubigen nach Rheindorf ausweichen. Heute, am Gründonnerstag, um 18 Uhr wird in der Kirche Zum Heiligen Kreuz, Memelstraße 11 in Rheindorf-Nord, ein katholischer Gottesdienst gehalten, oder zur selben Zeit in der alten Kirche Sankt Aldegundis in der Burgstraße 1.

Karfreitagsgottesdienste gibt es sowohl in Heilig Kreuz als auch in Sankt Aldegundis. Beide beginnen um 15 Uhr. In der Osternacht von Samstag auf Sonntag gibt es um 21 Uhr in Heilig Kreuz an der Memelstraße einen Gottesdienst.

Die Kirche wurde 1887 gebaut und zunächst mit nur einem Turm errichtet. Es wurde eine Stelle ausgesucht, die sicher vor Hochwasser geschützt war. Der zweite Turm, durch den die Kirche heute ihr symmetrisches Aussehen hat, wurde erst später dazugebaut.

Die Glocken der Kirche wurden allesamt im Ersten Weltkrieg und im Zweiten Weltkrieg eingeschmolzen und erst in der Nachkriegszeit neu beschafft. Beim Bau der Hitdorfer Kirche wurde die St.-Stephanus-Kirche in Bürrig als Vorbild genommen, dabei diente vor allem das Kirchenschiff als Vorlage.

St. Stephanus war bis Ende 2011 Pfarrkirche der gleichnamigen Pfarrgemeinde. Zum 1. Januar 2012 wurde die Pfarrgemeinde mit St. Aldegundis (Rheindorf) und Zum Heiligen Kreuz (Rheindorf) zur neuen Pfarrgemeinde „St. Aldegundis“ zusammengeschlossen. Sie gehört zum Seelsorgebereich Rheindorf/Hitdorf im Dekanat Leverkusen (Erzbistum Köln). Die St.-Aldegundis-Kirche wurde zur Pfarrkirche dieser Pfarrgemeinde.[1]

Zur Pfarrgemeinde gehört auch die aus dem 19. Jahrhundert stammende Antoniuskapelle in Hitdorf.

(bu/UM )
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