Neue Firmenzentrale Leßmanns 360° ist in Manfort angekommen

Leverkusen · Der medizinische Dienstleister hat im Innovationspark seine neue Firmenzentrale bezogen. Büros im klassischen Sinne sind passé.

 Viel los war bei der Einweihung der Firmenzentrale von Med 360 Grad. Uwe Richrath gratulierte Winfried Leßmann.

Viel los war bei der Einweihung der Firmenzentrale von Med 360 Grad. Uwe Richrath gratulierte Winfried Leßmann.

Foto: Andre Zelck/ANDRE ZELCK

Oberbürgermeister Uwe Richrath machte es kurz: „Mit diesem Gebäude haben Sie eine neue Dimension erreicht.“ Die Worte richtete er an Winfried Leßman zur offiziellen Eröffnung der neuen Firmenzentrale der „Med 360°“an der Marie-Curie-Straße im Manforter Innovationspark.

Dort wo heute das Medizinunternehmen steht, befand sich bis Ende 1986 auf dem Wuppermann-Gelände ein Walzwerk. Aber Richrath richtete seine Aufmerksamkeit auf die Zukunft, die er auch Leßmann, der im Jahr 2011 schon die Auszeichnung „Unternehmer des Jahres“ entgegennahm, bescheinigte:  „Sie haben Weitsicht entwickelt.“ Und: „Sie bilden selbst aus, das heißt: Sie organisieren Ihren Betrieb auf Nachhaltigkeit und Zukunft.“

Für Winfried Leßmann, der 2016 den Neubau in Manfort ankündigte – damals hieß es, es würden 20 Millionen Euro investiert –, ist der die neue Zentrale ein Gebäude, das  sich den Arbeitserfordernissen der Mitarbeiter anpasse. Dazu gehöre eine offene Bürostruktur für einen offenen, effizienten Austausch und freie Arbeitsplatzwahl innerhalb der Abteilungen. Büros im klassischen Sinne sind hier passé. „Die Strukturen im Gesundheitswesen ändern sich“, sagte Leßmann zur Eröffnung, „damit ändern sich auch die Arbeitsformen. Globalisierung und Digitalisierung, Subspezialisierung und Administration spielen heute eine wichtige Rolle.“

Und trotz allen Fortschritts, Leßmann ist in einer Sache noch gerne ein wenig altmodisch:  „Im Zeitalter der Digitalisierung gilt für meinen Geschmack noch immer: Ich sehe Menschen gerne ins Gesicht, wenn ich mit ihnen spreche.“ Dem trage die neue Offenheit des Gebäudes Rechnung. Wie es außer im großen Atrium, das das Herzstück der neuen Firmenzentrale bildet, bei Med 360° aussieht, zeigte der Firmenchef auch. Nach den Reden ging es in die neuen hellen Räume. Dazu gehören auch Rückzugsmöglichkeiten und Cafeterien.

Und es wurde nicht nur „offiziell“ eröffnet, sondern auch gefeiert. Das Unternehmen bot den  Mitarbeitern und deren Angehörigen einen Familientag mit buntem, gesundheitlich orientierten Programm.

Apropos gesundheitsorientiertes Programm: Leßmann ist mittlerweile weit mehr als nur eine Radiologie, als die das Medizinunternehmen in den 1960er Jahren in Opladen anfing. Vor zweieinhalb Jahren erfolgte deshalb die Umbenennung in Med 360° AG. „Wir wollen zeigen, dass wir ein mittelständisches Unternehmen sind, und dass wir außer Radiologie noch etwas anderes machen, uns zu einem Allround-Medizin-Anbieter erweitert haben“, hatte der Vorstandsvorsitzende damals betont.  Als Erkennungszeichen wählte das Unternehmen eine einheitliche, orange-graue Farbgebung bei Inneneinrichtung und Mitarbeiterkleidung. Die einzelnen Sparten des Unternehmens haben alle den Anhang 360°.

Leßmann hatte vor zwei Jahren auch angekündigt, wachsen zu wollen, übernahm das Themistocles Gluck Hospital, das mittlerweile Ratinger Fachklinik 360° heißt. Das Ziel des mittelständischen Unternehmens: Bis zum Jahr 2020 den aktuellen Jahresumsatz auf rund 200 Millionen Euro zu verdoppeln. Im vergangenen Jahr hatte Leßmann eine Kooperation mit dem Grönemeyer-Institut Bochum geschlossen, um Dietrich Grönemeyers Mikrotherapie, eine Form der minimalinvasiver Chirurgie, auch bei Med 360° anbieten zu können.

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