Leverkusen: Leichtathleten des TSV Bayer blicken zufrieden auf 2017

Leverkusen: Leichtathleten des TSV Bayer blicken zufrieden auf 2017

Einen kleinen Zwist gab es wegen eines Kraftraums.

Auf ihrer Mitgliederversammlung zogen die Leichtathleten des TSV Bayer 04 jetzt ein positives Fazit das vergangene sportliche Jahr betreffend. Einen kleinen Zwist gab es wegen des Kraftraumes.

Der war bisher nämlich auch für ehemalige Aktive und nun Breitensportler geöffnet. Seit geraumer Zeit ist dieser jedoch von Nachmittag bis Abend den Spitzenathleten des Vereins vorbehalten und danach abgeschlossen. Das stört so manchen Senior. TSV-Mitglied Wolfgang Muders (Ex-Zehnkämpfer mit 8.200 Punkten und Olympiamannschaft 1980) hatte sich auf der Versammlung beschwert, wolle aber auch "kein Fass aufmachen".

"Wir haben das gemacht, weil in diesen Kraftraum immer wieder Fremde reingelaufen sind. Das ist so nicht mehr umzusetzen", bekräftigte Geschäftsführer Jörn Elberding die Entscheidung. Es handele sich schließlich um einen Bundesstützpunkt. Bei den meisten ihrer Art sei der Kraftraum ohnehin rund um die Uhr zugesperrt. "Soweit wollen wir in Leverkusen aber gar nicht gehen", betonte er. Zudem gebe es in der Leichtathletikhalle einen eigenen, etwas kleineren Raum zum Trainieren. Der werde in naher Zukunft aufgepäppelt und durch weitere Maschinen ergänzt, versprach er.

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Stabhochspringer Tobias Scherbarth betonte aus Sicht der Athleten: "Ich kann beide Seiten verstehen. Die Kommunikation untereinander fand ich immer sehr angenehm. Wir befinden uns hier zwar im Spitzensport, aber wir sind ja immer noch ein Sportverein." Und für einen solchen sei ein Vereins- und Zusammengehörigkeitsgefühl doch wichtig.

Anne Wingchen, Geschäftsführerin des Gesamtvereins erklärte, nur die Leichtathleten hätten das Glück, einen eigenen Raum nutzen zu können. Abteilungsleiter Frank Kobor sicherte daraufhin zu, über die Zeiten noch mal reden zu wollen.

Abseits dieses kleinen Zwist läuft es in der Abteilung rund. 40 Athleten gehörten Bundeskadern an, die Jugend erläuft, -springt und -kämpft Medaillen. Die Zukunft, für die ein paar Neuerungen geplant sind, sieht somit weiterhin rosig aus: Die Stabhochsprung Classics werden noch dieses Jahr in Bayer Classics umbenannt und um Hoch- und Weitsprung ergänzt. 2019 sollen die Classics und das Integrative Sportfest zusammengelegt werden. Das Ziel ist es, 2020 ein Vollmeeting in Leverkusen abhalten zu können, das für die Punkteränge zählt.

(brü)