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Leverkusen: Leere Wohnungen teils nicht bewohnbar

Leverkusen : Leere Wohnungen teils nicht bewohnbar

277 Wohnungen in Opladen stehen nach Angaben der Stadt leer und viele Anwohner beginnen sich zu fragen, warum. Im Hinblick auf die ehemaligen Eisenbahnerwohnungen ist diese Frage leicht zu beantworten – sie sind zum großen Teil nicht bewohnbar.

277 Wohnungen in Opladen stehen nach Angaben der Stadt leer und viele Anwohner beginnen sich zu fragen, warum. Im Hinblick auf die ehemaligen Eisenbahnerwohnungen ist diese Frage leicht zu beantworten — sie sind zum großen Teil nicht bewohnbar.

"Wir sprechen hier von kostspieligen Rundum-Sanierungen, viele der Wohnungen sind in einem desolaten Zustand, haben nicht einmal eine Heizung", erläutert Anne Stach von der "Gemeinnützigen Eisenbahn-Wohnungsgesellschaft Wuppertal" (GEWG). Zur Zeit saniere man die Wohnungen in der Wilhelmstraße 38 und 40. "Zudem sind wir gerade mit dem Großprojekt Hochhaus Bahnallee 21 sehr beschäftigt", betont sie.

Zum Überblick: Leere ehemalige Bahnerhäuser stehen in der Robert-Koch-Straße 17-19, der Karlstraße 37-39 und der Wilhelmstraße 37, 38 und 40 — all diese Häuser gehören zum Bestand der GEWG und stehen unter Denkmalschutz. "Im Denkmalschutz liegt ein weiteres Problem" — der riesige Anforderungskatalog, angefangen bei der Farbgebung bis hin zu erlaubten handwerklichen Techniken, verlangsame die Arbeiten, ergänzt Stach. Trotzdem drängt sich die Frage auf, warum die Häuser über Jahre leerstehen, ohne saniert zu werden. "Die Gelder für Sanierungsarbeiten von Keller bis Dach müssen erst einmal vorhanden sein", merkt Stach an. Pro Wohnung rechne die GEWG mit einem Kostenvolumen von 30 000 bis 35 000 Euro, sagt Klaus Feldhaus, Technischer Leiter der GEWG. Zudem dürfe man den Wohnungsmarkt nicht übersättigen, "wenn wir alle Appartments auf einmal sanieren, dann würden wir einen Überschuss produzieren", erläutert Feldhaus.

Karlstraße ist als erstes dran

Dennoch gibt es Hoffnung: Die Geschäftsführung habe für nächstes Jahr angekündigt, dass der Fokus auf Großprojekten wie den Bahnerhäusern in Opladen liege, versichert Stach. "Wenn alles nach Plan läuft, dann können wir nächstes Jahr mit den Sanierungsarbeiten in der Karlstraße 37 und 39 anfangen", sagt Feldhaus. Die Fassade und das Dach seien in einem deutlich besseren Zustand als die restlichen Häuser, "deshalb beginnen wir dort", erklärt er. Die bereits seit mehr als zwei Jahren leerstehenden Bahnerhäuser in der Robert-Koch-Straße 17 und 19 seien dann für 2013 geplant.

(RP)