Fest rund ums und im Schloss in Leverkusen Sonntag steht Europa in Morsbroich im Mittelpunkt

Leverkusen-Schlebusch · Wie schmeckt eigentlich Europa? Antworten auf diese Frage gibt es am Sonntag am Schloss Morsbroich. Beim traditionellen Europafest präsentieren Gruppen verschiedener Nationen sich unter anderem auch mit kulinarischem Angebot.

 Gruppen aus verschiedenen Nationen stellen am Sonntag in Morsbroich ihre Kultur vor.

Gruppen aus verschiedenen Nationen stellen am Sonntag in Morsbroich ihre Kultur vor.

Foto: Miserius, Uwe (umi)

Wie in jedem Jahr zum Sommeranfang veranstaltet die Europa Union in Zusammenarbeit mit dem Integrationsrat am Sonntag, 23. Juni, ein buntes Leverkusener Europafest im und rund um das Schloss Morsbroich, Gustav-Heinemann-Straße 80.

Bereits um 12 Uhr öffnet der Basar mit kulinarischen Spezialitäten aus aller Welt auf der Wiese im Schlosspark. Dann mischen sich dort die verlockenden Düfte der Speisen, die Mitbürger mit ausländischen Wurzeln nach den Rezepten ihrer Vorfahren vorbereitet haben. Um 13.30 Uhr findet ein europäischer Gottesdienst im Spiegelsaal statt, den Christen, Juden, Muslime und Buddhisten gemeinsam feiern.

Das bunte Bühnenprogramm hinter dem Schloss beginnt um 15 Uhr mit der „Blow shop“-Bigband der Musikschule Leverkusen unter der Leitung von Johannes Lemke. Danach folgen weitere Programmpunkte: Der Städtische Chor (Leitung Michael Utz) bringt Songs der Comedian Harmonists und andere Melodien aus den Golden Twenties, Stepptanz-Weltmeister Bernd Paffrath kommt mit der „Fusion Tap Group“, Singer/Songwriter Winfried Bode bringt einen Mix aus Folk, Pop, Rock, und zum Abschluss treten Folkloregruppen verschiedener Migrationsvereine auf.

Im Schloss ist den ganzen Tag über das Museum Morsbroich geöffnet, wo aktuell die Kunst-Ausstellung zur Heimat-Thematik „Es gibt kein Wort… Annäherungen an ein Gefühl“ zu sehen ist. Am Tag des Europafestes wird der Eintrittspreis für das Museum ermäßigt. In Kooperation mit den Veranstaltern wird nur ein symbolischer Betrag von einem Euro erhoben.

Die Schau auf zwei Etagen ist Teil des Jahresprojektes „Das Hiergelände“. Das ist über das Jahr 2024 hinweg Anlass, in verschiedenen Formaten (Ausstellungen, Vorträgen, einem Parcours durch die Stadt und Literaturformaten) über Verwurzelung und Gemeingut, Hier-Sein, Angekommen-Sein und Fremd-Sein zu diskutieren, über die verbindliche Präsenz der/des Einzelnen und die Relevanz eines Museums an Ort und Stelle.

Die Ausstellung greift in dieser Form ein Thema auf, das gerade für die Europa Union und den Integrationsrat ein bedeutender Teil ihrer gesellschaftspolitischen Arbeit ist.