1. NRW
  2. Städte
  3. Leverkusen

Lebenshilfe-Mitarbeiter malen für Klinikflure

Kunst zur Aufheiterung von Patienten : Lebenshilfe-Mitarbeiter malen für Klinikflure

Mit klein- und großformatigen Bilder wollen die Beschäftigten der Werkstätten Leverkusen/ Rhein-Berg die Pateinten erfreuen. Alle Beteiligten hätten großen Spaß an der künstlerischen Tätigkeit gezeigt.

Die Flure des Klinikums Leverkusen in eine Art Mini-Galerie zu verwandeln, das hatte sich die Einrichtung zusammen mit den Lebenshilfe-Werkstätten Leverkusen und Rhein-Berg überlegt – und das Projekt auch gleich in die Tat umgesetzt.

Die Beschäftigten der Werkstätten malten klein- und großformatige Bilder auf Leinwände, und das unter dem Motto „Gesundheitspark – Die Natur ins Haus holen“. 14 Künstler, zumeist aus dem schwerst-mehrfach Behindertenbereich der Lebenshilfe-Werkstätten, malten Wiesen, Bäume, Blumen in sämtlichen Farben. Sogar ein Flamingo ziert nun den Flur der Station D3, also der Gefäßchirurgie, und Kardiologie. Den bereits vorgezeichneten Flamingo vollendete Ali, wobei eine Betreuerin ihm assistierte und seine Hand führte, da er neben einer Hirnschädigung zusätzlich an Muskelschwäche leidet.

Die Idee zu dem Projekt hatte Dr. Karin Berghmans, Oberärztin der Klinik für Gefäßchirurgie. „Mit diesem Projekt haben die Menschen der Lebenshilfe-Werkstätten die Gelegenheit erhalten, unseren Patienten eine Freude zu machen und sie künstlerisch bei ihrer Genesung zu unterstützen“, sagt Berghmans. „Gerade in der aktuellen Situation, in der unsere Patienten weniger Besuch empfangen dürfen und unser Personal außergewöhnlich belastet ist, kommt jede Abwechslung gelegen. Ich freue mich, dass wir mit den Menschen in den Lebenshilfe- Werkstätten so leidenschaftliche Künstler gefunden haben.“

  • Es gibt erste Lockerungen für den
    Inzidenz unter 100 : Erste Lockerungen in Leverkusen: Shoppen mit Terminbuchung erlaubt
  • Testleserin Elke Kaske (links) und Claudia
    Caritas Wohn- und Werkstätten Niederrhein : Homepage jetzt in Leichter Sprache
  • Der städtische Ordnungsdienst kontrolliert die Einhaltung
    Was geht und was nicht : Stufe 1 – Leverkusen verschärft Corona-Vorgaben

Mit Pinseln, aber auch mit den Händen hätten die Künstler ihre Werke innerhalb von vier Wochen und mit größtem Vergnügen geschaffen. „Die Mitarbeiter waren sofort begeistert von der Idee. Sie sind stolz, dass ihre Bilder jetzt an den Wänden im Krankenhaus bewundert werden können“, sagt Ulrike Sojka, Sozialpädagogin und -arbeiterin am Standort Quettingen. „Eine schöne Vorstellung, dass sich kranke Menschen, die gesund werden wollen, daran erfreuen.“

Raimund, mit 56 Jahren der älteste Künstler im Team, war selbst schon einmal Patient im Klinikum und bedankt sich mit seinem Bild für die gute Behandlung. 

(RP)