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Leverkusen/Köln: Lanxess-Aufsichtsrat äußert sich zur Heitmann-Trennung

Leverkusen/Köln : Lanxess-Aufsichtsrat äußert sich zur Heitmann-Trennung

Dass die Aktionäre den Zwist ums Ausscheiden von Axel Heitmann als Lanxess--Chef nur aus den Medien erfahren, dabei wollte es Aufsichtsratschef Rolf Stomberg nicht belassen.

Auf der Hauptversammlung des Konzerns in der Lanxess-Arena nahm er Stellung: Die Lösungsstrategien zu den Ergebnisrückgängen 2013 seien deutlich auseinandergegangen: "auf der einen Seite Axel Heitmann, auf der anderen der übrige Vorstand und der Aufsichtsrat", sagte Stomberg. Das sei so unüberbrückbar gewesen, dass sich der Aufsichtsrat im Januar zum Führungswechsel entschied, "allein wegen strategischer Differenzen". Im Februar erfuhr das Gremium, dass Heitmann sich die Sicherheitstechnik für sein Hamburger Privathaus von Lanxess hatte bezahlen lassen - 600 000 Euro - ohne Genehmigung des Kontrollgremiums. Das hatte zu weiterem Streit geführt. Heitmann verzichtete schließlich auf 7,1 Mio Abfindung, ihm hätten aber Boni-Zahlungen von 2,1 Mio zugestanden. Auch habe er Anspruch auf Rentenzahlungen (Pensionsanwartschaft) von monatlich 30 000 Euro, schilderte Stomberg. Heitmann habe die 600 000 Euro ausgeglichen, Lanxess seien so keine finanzellen Nachteile entstanden. Stomberg betonte, dass nun Zachert der richtige Mann an der Lanxess-Spitze sei. Die Aktionäre fühlten dem Neuen auf den Zahn.

(LH)