Leverkusen/Witzhelden: Langjähriger Klinikum-Chef Kempkes ist tot

Leverkusen/Witzhelden: Langjähriger Klinikum-Chef Kempkes ist tot

Günther Kempkes, der langjährige Geschäftsführer des Klinikums Leverkusen, ist tot. Er erlag offenbar einem Krebsleiden. Seine Verdienste um die Schlebuscher Klinik sind vielfältig: Zu Beginn der 90-er Jahre hatte er das damals noch städtische Krankenhaus in die Eigenständigkeit geführt. In den Jahren darauf stellte er das Klinikum Schritt für Schritt für die Zukunft auf und setzte zahlreiche neue Konzepte um - so unter anderem einen ambulanten Notdienst der niedergelassenen Ärzte direkt in den Räumen der Krankenhaus-Ambulanz.

Das neue Laborzentrum oder das Ärztehaus Medico sind weitere Beispiele. Kempkes nahm das Wort Gesundheitspark aber auch in beiden Silben ernst: 130.000 Euro wurden 2004 in eine 24 Meter lange und fast sieben Meter breite Brücke sowie in die dazugehörigen Wege investiert. Das Bauwerk stellte eine Verbindung zwischen den Klinikanlagen und dem Park des Schlosses Morsbroich her. Bei dem Projekt arbeiteten die städtischen Tochterunternehmen Hand in Hand. Die Technischen Betriebe (TBL) führten die Arbeiten für das Klinikum aus. Dadurch wurde Geld gespart. 2006 wurde Günther Kempkes überraschend von Aufsichtsrat und Gesellschafterversammlung auf Anweisung des Rates der Stadt Leverkusen als Geschäftsführer abberufen. Er selbst hatte zuvor seinen Rückzug angekündigt und dies mit gesundheitlichen Problemen begründet.

Leverkusen war sein Arbeits-, Witzhelden jedoch sein Lebensmittelpunkt. Sein Humor wurde sehr geschätzt. So bildete Günther Kempkes unter anderem eine feste Größe beim Erntedankfest - beispielsweise im Jahr 2007, als er die Leibgarde für den Witzheldener König Thomas I. (Jagieniak) anführte.

(pec)