Leverkusen: Land verschiebt Raststätten-Entscheidung

Leverkusen: Land verschiebt Raststätten-Entscheidung

Bereits zum zweiten Mal im Verlauf dieses Jahres hat das Land NRW die Entscheidung über den Standort für einen neuen Tank- und Rastplatz an der Autobahn 1 verschoben.

Mit einer Entscheidung sei nunmehr "frühestens Ende des Jahres" zu rechnen, erklärte ein Sprecher des NRW-Verkehrsministeriums gestern. Denkbar sei sogar, dass sich die Prüfung noch bis ins Frühjahr 2011 hinein verzögere.

Nach wie vor stehen alle bisher genannten Standorte demnach noch zur Wahl. Neben Burscheid ist dies nach wie vor ein Gelände im Bereich des Leverkusener Bürgerbuschs. Der Leverkusener Stadtrat hatte bereits im August vergangenen Jahres klar Position bezogen: In einer Sondersitzung verabschiedeten die Politiker eine Resolution gegen den Bau einer Autobahn-Raststätte in Leverkusens größtem Stadtwald.

Auslöser der Debatte war eine Resolution des Stadtrates Burscheid, der zuvor gegen eine Raststätte auf Burscheider Gebiet votiert hatte. Politiker dort brachten daraufhin Leverkusen als Alternative ins Spiel.

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Im Januar war das Ministerium noch optimistisch gewesen, nach Ostern zu einer Entscheidung zu kommen. Danach hieß es, es werde wohl Herbst werden, bis alle Daten ausgewertet seien. Nun also könnten über das Prüfverfahren erste Schneeflocken fallen. "Es handelt sich hier halt um einen sehr langen Streckenabschnitt, der geprüft werden muss", hieß es dazu gestern aus dem Düsseldorfer Ministerium, das das Verfahren im Auftrag des Bundes durchführt. Straßenbau sei ein komplizierter Prozess, dem viele Überlegungen vorausgingen. Die Belange von Infrastruktur, betroffenen Bürgern und Umwelt müssten "in produktiven Einklang" gebracht werden, wie auch der Landesbetrieb Straßenbau NRW betont.

Das Prüfverfahren selbst besteht aus drei wesentlichen Kriterien, die alle gleichrangig für die Standort-Frage sind: Wirtschaftlichkeit, Verkehrssituation und Umweltbelastung. Kommentar

(RP)