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Kunstbasar zieht ans Leverkusener Rheinufer ​

Sonntag im Leverkusener Neulandpark : Kunstbasar zieht ans Rheinufer

Was an der Obstwiese in Bergisch Neukirchen begann, soll nun am Sonntag, 21. August, am Rheinufer im Neulandpark fortgesetzt werden. Bereits zum dritten Mal organisiert die buntgemischte Künstlergruppe den Basar für „allerlei Künstlerisches, Kreatives und Musikalisches“ – wie sie es selbst in Kurzform beschreibt.

Zum Verkauf stehen Bilder in allen Techniken und Formaten, Keramik-Arbeiten und Geschenk- und Deko-Artikel aus Stoff, Papier, Holz, Stein, Glas, ja sogar Omas Vintage Möbel.

Die Idee zu einem Kunstbasar im Freien ist vor drei Jahren in der Corona-Zeit entstanden, berichtet Organisator Norbert Kaluza, der auch selbst ausstellt. „Damals suchten die Mitglieder einer Keramik-Gruppe nach einer Möglichkeit, ihre Werke trotz der verschärften Corona-Bedingungen einem breiteren Publikum zu präsentieren.“ Das Ordnungsamt machte mit, und so öffnete im Spätsommer 2020 der erste Kunstbasar auf einer Obstwiese am beliebten Wanderweg im Bergisch Neukirchen. Die große Zustimmung der Besucher motivierte die Organisatoren zu einer Wiederholung ein Jahr später. Der dritte Kunstbasar in 2022 war fest geplant.

Doch das Umweltamt meldete Bedenken an: Die verschärften Umweltauflagen ließen ein Event dieser Art in dem Naturschutzgebiet nicht mehr zu. Kaluza: „Wir mussten schnell reagieren, es waren noch gerade mal vier Wochen bis zum angekündigten Termin, die Werbekampagne war gestartet und die Flyer im Umlauf.“ Das Umweltamt half, einen neuen Standort zu finden: das Rheinufer in Neulandpark.

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Dieses Jahr sind es bereits 20 Aussteller, rund die Hälfte davon ist zum ersten Mal dabei, sagt Kaluza. Sie kommen aus Leverkusen, Leichlingen, Burscheid, Langenfeld, Solingen, Köln-Porz und Rösrath. „Sie alle freuen sich vor allem auf die tolle Stimmung, von der sie gehört haben“, ergänzt Kaluza.

Dank Natalia Tumchenok, einer Leverkusener Künstlerin mit ukrainischer Herkunft, haben die Organisatoren ukrainische Akzente in die Präsentation integriert. Kaluza: „Wir sind sehr gespannt auf die Reaktion der Besucher auf die jungen ukrainischen Gesangskünstler, die einen Mix aus Pop und Folklore präsentieren werden sowie auf das Folk Dance Ensemble ,Ukraine‘.“ Ebenso gibt es eine Sonderausstellung aus Natalia Tumchenoks Kinder-Workshop.

Neu beim Kunstbasar ist Veronika Schwarze. Die Floristin bietet Blumen-Arrangements an und verrät in Kurz-Workshops einige Tricks für schöne Dekos. Bärbel Rosenbaum bringt ihre Objekte aus Stein und Glas mit. Von Sonja Mauracher erfahren Besucher, was genau gehäkelte Amigurumis aus Chenillwolle sind. Claudia Pfaus ist stolz auf ihre Kunstwerke aus Epoxidharz, und Ute Neunziger hat ihr Herz an Speckstein verloren, aus dem sie Skulpturen, aber auch Schmuck herstellt.

Zirbenkissen, Gartenschürzen, Näh- und Filzarbeiten finden sich bei Michaela Oberhaus, und bei Marlies Schlender werden Omas Möbel im neuen Design nachhaltig aufgearbeitet. Anja Jäger hat sich auf Abstraktes in Form von Kunstkarten und 3D-Objekten spezialisiert.

(bu)