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Kunst gegen aufkeimenden Herbstblues - Schau in Leverkusen

In den Remisen von Schloss Morsbroich : Kunst gegen aufkeimenden Herbstblues

„Indian Summer“ heißt die Tagesausstellung des „Art4Friends Club“ in den Remisen von Morsbroich. Zu sehen ist die Schau mit Bildern, Skulpturen und Keramiken am Sonntag, 24. Oktober.

Es wird usselig draußen, wie man im Bergischen so sagt. Die Tage werden kürzer, die Witterung marschiert mit großen schritten Richtung nass-kalt, der Herbstblues klopft an. 

Viel zu früh, findet die Leverkusener Künstlergruppierung „Art4Friends Club“ und will Abhilfe schaffen mit dem „Indian Summer“, der am 24. Oktober in Schloss Morsbroich leuchten wird.

Das historische Gebäudeensemble mit Parkanlage hat derzeit selbst buntes Herbstlaub zu bieten und damit zumindest einen Hauch „Indian Summer“ – so nennen Nordamerikaner warme, sonnige Spätsommer-Frühherbst-Tage, in denen das Laub in vielen warmen Farben schillert.

Diese wohlige Stimmung greift die Kunstausstellung gleichen Titels nun auf. Sie findet sich wider auf den Bildern des Leverkusener Art4Friends-Clubs – „wie etwa den sonnigen Gelbtönen, die dem Herbstblues keine Chance geben, ein kräftiges Rostrot, strahlendes Orange und helles Braun“, sagt Ausstellungsorganisatorin Barbara Gorel. „Mit unseren Werken bringen wir die Herbstfarben in künstlerischer Form auf Leinwand, wobei die Interpretation des Titels jeder Künstlerin und jedem Künstler selbst überlassen wurde.“

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Sieben Kreative präsentieren ihre – käuflich zu erwerbenden – Werke. Während Birgit Bührlé, Elfi Kühne-Wolff und Gerd Jüngling in ihren Bildern den Farbzauber der Natur im Herbst einfangen, widmet sich Ricarda Bossak künstlerisch „ihrem weiblichen Feuer, das von innerem Leid angefacht wird und seelische Wunden heilen kann“, umschreibt Gorel.

Barbara Mende hat dagegen sehr große Freude bei der Gestaltung von „Nana-Figuren“, wie sie auf die französische Künstlerin Niki de Saint Phalle zurückgehen – üppige weibliche Formen, meist farbenfroh im Pop-Art-Stil gestaltet. Der französische Begriff „Nana“ bezieht sich auf selbstbewusste, sinnlich-erotische, starke Frauen. Zudem hat Mende auch die Farben des Herbstes in abstrakt-modernem Stil auf Leinwand im Gepäck.

Die Werke von Eva Maria Hammer „sind eine eigenwillige Umsetzung des Themas“, ergänzt Gorel, die ihre eigenen Werke so umschreibt: Sie zeigen, „dass sich die Künstlerin am liebsten mit den verschiedenen Facetten der weiblichen Schönheiten beschäftigt, die auch im Spätsommer des Lebens ihre Faszination haben“.

Und dann ist da auch noch Anna Gold, die ihrer Fantasie in der Herstellung von Keramikwerken und in der bildenden Kunst freien Lauf lässt.

Zu sehen ist die Schau am kommenden Sonntag, 24. Oktober, von 10 bis 18 Uhr in den Remisen von Schloss Morsbrocih. An dem Wochenende läuft auch der „Schlosszauber“, der große Herbstmarkt, mit kunsthandwerklichen Waren und viel kulinarischem Angebot auf dem Schlossgelände an der Gustav-Heinemann-Straße 80.