Kultur in Leverkusen Mit Humor gegen Kinderängste

Leverkusen · Kultur hat viele Facetten. Mit Familienspektakel, Bach-Spiegelungen und Mandolinen-Star Avi Avital geht es in die neue Leverkusener Spielzeit.

 „Master of Desaster" heißt das Stück, das das Theater Marabu vor dem Forum aufführt.

„Master of Desaster" heißt das Stück, das das Theater Marabu vor dem Forum aufführt.

Foto: Katrin Schander

Barockmusik von Johann Sebastian Bach (Musikalisches Opfer BWV 1079) im Spiegel der Moderne präsentiert das Ensemble NeoBarock im Spiegelsaal von Schloss Morsbroich am Sonntag 17. September, um 11 Uhr mit der Matinee „Bach-Spiegelungen“. Maren Ries (Violine/Barockvioline), Wen-Chun Ling (Barockvioline), Ariane Spiegel (Barockvioloncello), Jan de Winne (Traversflöte) und Stanislav Gres (Cembalo) lassen in ihrem beziehungsreich gestalteten Konzertprogramm Alte und Neue Musik verschmelzen und offenbaren dadurch eine zeitlose Relevanz. NeoBarock macht die bis heute ungebrochene Faszination von Johann Sebastian Bachs „Musikalischem Opfer“ erlebbar durch die Kombination mit den Zeitgenossen Isang Yun (1917-1995) „Königliches Thema für Violine solo“ und Viktor Kalabis (1923-2006) „Kanonische Interventionen für Cembalo op. 20“. Karten: 21, ermäßigt 12,30 Euro.

Sehr viel turbulenter wird es bei dem musikalischen Open-Air-Spektakel, das Kulturstadtlev am Sonntagnachmittag um 15 Uhr als einstündige Familienvorstellung (und am Montag für Schulklassen) anbietet. M.O.D. – Master of Desaster ist auf dem Forum-Vorplatz (bei Regen im Terrassensaal zu Gast. Das Bonner Theater Marabu hat eine Stückentwicklung für Publikum ab sechs Jahren kreiert, das sich bestens für eine Spielzeiteröffnung der Kindertheater-Reihe „mit Pauken und Trompeten“ eignet. M.o.D. geht in spielerischer Form auf Sorgen von Kindern ein: Eine ganz besondere Einsatztruppe kommt dabei auf öffentliche Plätze um Ordnung zu schaffen. Die Truppe erledigt alles mit Hingabe, spielt dabei gern auch eine Blasmusik oder trällert ein Liedchen. Doch dieses Mal ist alles anders. Plötzlich steht da ein mysteriöser Gegenstand, der niemandem zu gehören scheint. Wie kommt der dahin? Mit viel absurdem Humor, spannenden Aktionen und blecherner Musik spielt das Ensemble gegen die Sorgen und Ängste der Gegenwart an und demonstriert unerschütterliche Zuversicht. Es spielen mit: Silas Eifler (Helikon Tuba), Tobias Gubesch (Posaune), Julia Hoffstaedter (Klarinette), Tina Jücker (Saxophon), Leonhard Spies (Trompete) und Claus Overkamp (Trommel). Karten kosten neun, ermäßigt 6,50 Euro.

2023 ist das „Jahr der Mandoline“. Ganz in diesem Zeichen beginnt das Leverkusener Orchester l’arte del mondo seine zweite Konzertreihe im Programm von Kulturstadtlev „Mandolissimo!“. Zusammen mit dem viel gefeierten israelischen Mandolinisten Avi Avital präsentiert das Ensemble von Werner Ehrhardt ein facettenreiches Programm aus Avitals Bearbeitungen von Werken Johann Sebastian Bachs, Manuel de Fallas, Béla Bartóks sowie Orchesterwerken von Albinoni und Sammartini. Das Ganze findet am Dienstag, 19. September, ab 19.30 Uhr im Industriemuseum Sensenhammer statt, wo das Publikum ein neues Konzert- und Klangerlebnis erwartet. Karten 26, ermäßigt 14,80 Euro.

Tickets und Informationen auf www.kulturstadtlev.de

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort