Kulturrucksack in Leverkusen

Kulturrucksack : Coole Signaturen wie die Großen

Haus der Jugend packt zum „Brennpunkt Jam“ für Kinder den „Kulturrucksack“ aus.

Beim „Brennpunkt Jam“ am Samstagnachmittag packte das Haus der Jugend auch den „Kulturrucksack“ im Park unter der Stelze aus und bot fürs jüngere Publikum diverse Workshops an. Die Bierzeltgarnituren unter den Pavillons füllten sich schnell mit probierfreudigen und kreativen Kindern.

Konzentriert sitzen die zehn bis 14-Jährigen an den Tischen, ein Haufen bunter Filzstifte liegen vor ihnen und ein weißes Blatt Papier, auf dem sie sich verewigen wollen. Das was die „Großen“ im Rahmen des Graffiti-Meetings an den Betonpfeilern sprühen, wollen sie im Kleinen versuchen, mit ihrem Namen. Und während die einen sich noch den passenden Schriftstil aussuchen, hat der zwölfjährige Luis bereits seinen Namen mit großen, dicht aneinander liegenden Blockbuchstaben geschrieben. „Das ist das erste Mal, dass ich ein Graffito mache“, sagt der Zwölfjährige. Beim Brennpunkt Jam ist er schon mehrfach gewesen, doch das Angebot des Kulturrucksacks, das im vergangenen Jahr erstmals parallel zur Veranstaltung offeriert wurde, nimmt er zum ersten Mal wahr. „Ich finde es cool. Wenn man genug übt, kann man ja dann irgendwann auch an der Wand mitmachen.“

Kleinere Leinwände hatte Rüdiger Porsch, Leiter des Hauses der Jugend, mit seinem Team zum Besprühen für die Kids aufgebaut, ebenso wie weitere Workshop-Stationen: Airbrush-Künstler „MARxS“ Schmittmann zeigte den Kids, wie einfach sich mit der Airbrush-Pistole Cappys und T-Shirts verschönern lassen. Mosaik-Künstlerin Tania Ribeiro führte die jungen Nachwuchskünstler in die faszinierende Welt der bunten Glasscherben und Mosaiksteine ein, während Illustratorin Jacqueline ihnen das Zeichnen beibrachte. Mit Sprayer Norman und Theresa lernten sie schließlich, Graffiti zu gestalten.

 „Eigentlich ist es ein von Brennpunkt Jam losgelöstes Angebot für die jüngeren Kinder“, bemerkte Porsch. „Aber es hat sich schon im vergangenen Jahr bewährt, das zusammenzupacken.“ Während die Größeren sich als Skater im Park oder als Graffiti-Künstler an den Stelzen und Wänden austoben, bekommen auch die Jüngeren Gelegenheit kostenlos in die urbane Kunst hinein zu schnuppern.

Die Workshops im Rahmen des Kulturrucksacks werden nämlich seit 2012 durch Mittel des Landes finanziert. Das Kulturministerium stellt dafür jährlich drei Millionen Euro zur Verfügung, damit Einrichtungen und Kommunen Kinder und Jugendlichen kostenlose oder deutlich kostenreduzierte Kulturangebote machen können.

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