Februar-Programm in Leverkusen Kreise, Kästner und Chanson – Kultur im Forum

Leverkusen · In der Hochzeit des Karnevals setzt Kulturstadtlev einen spannenden Kontrapunkt. Das Monatsprogramm lockt mit Musik von Barock bis Schlager der 50er, mit hochkarätigen Schauspielern wie Martin Brambach und kreativen Streifzügen.

Sängerin Karola Pavone und Pianistin Nadine Schuster sind Ende Februar „Weibsbildern“ musikalsich auf der Spur.

Sängerin Karola Pavone und Pianistin Nadine Schuster sind Ende Februar „Weibsbildern“ musikalsich auf der Spur.

Foto: Michael Staab

Mit einem Theaterstück für die allerjüngsten Zuschauer ab zwei Jahren startet Kulturstadtlev am 1. und 2. Februar in den neuen Monat. Um „Kreise“ dreht sich alles in dem Stück das von Mitgliedern des Helios-Theaters aus Hamm mit Sand, Puppen und Musik, aber ganz ohne Worte auf die Studiobühne im Forum gebracht wird. Ein schwingender Eimer verliert Sand, während er seine Kreise zieht und eine Spirale auf den blauen Grund malt. Mit Tier- und Menschenfiguren entwickeln sich Geschichten. Spieler und Regisseur Michael Lurse verzauberte das kleine Forum-Publikum bereits vor Jahren mit seiner Produktion „Ha zwei Oohh“.

Für erwachsenes Publikum präsentiert das Schauspielerpaar Martin Brambach und Christine Sommer am 9. Februar (19.30 Uhr) mit Jürgen Hartmann und Jubril Sulaimon in einer szenischen Lesung mit Musik die Rekonstruktion der Urfassung von Erich Kästners Roman, „Der Gang vor die Hunde“.

Martin Brambach und Christine Sommer bieten Kästner.

Martin Brambach und Christine Sommer bieten Kästner.

Foto: Georg Sommer

So sollte der autobiografische Großstadtroman ursprünglich heißen, der 1931 in gekürzter, zensierter Fassung  unter dem Titel „Fabian“ erschien. Im Zentrum steht der Moralist Fabian (gespielt von Brambach), der mit seinem Freund Labude durch das unmoralische Berlin der frühen 1930er Jahre taumelt, zwischen Liebe, Hass und Gewalt in der Zeit des Kommunismus und des aufkeimenden Faschismus.

Ein ungewöhnliches Konzert-Programm bringt das Ensemble „Migrantis aves“ am Freitag, 3. Februar, um 20.30 Uhr in den Agam-Saal. Hindol Deb (Sitar), Nathan Bontrager (Cello, Viola da Gamba, Mandoline), Arup Sengupta (Tablas)  und Rageed Williams (Ney, Duduk) kommen aus verschiedenen kulturellen Welten und treffen sich zu einem grenzüberschreitenden musikalischen Dialog zwischen Ländern, Landschaften und Kulturen.

 Der Mann mit der hohen Haartolle sich mit großem Orchester gibt sich der „L.I.E.B.E.“ hin: Götz Alsmann spielt am 24. Februar im Forum.

Der Mann mit der hohen Haartolle sich mit großem Orchester gibt sich der „L.I.E.B.E.“ hin: Götz Alsmann spielt am 24. Februar im Forum.

Foto: Jens Koch

Der französische Orgelvirtuose Thierry Mechler  – seit 1998 als Professor für Orgel und Improvisation an der Musikhochschule Köln und seit 2002 Kustos der Orgel der Kölner Philarmonie  – tritt am Sonntag, 5. Februar, um 17 Uhr in der evangelischen Christuskirche, Dönhoffstraße 2, auf. In der Reihe „Internationales Orgelforum“ spielt er Werke von Johann Sebastian Bach, Nicolas de Grigny, Alexandre François Boëly und eigene Improvisationen.

„Alla ciaccona“ ist das frühbarocke Programm der Matinee am 12. Februar um 11 Uhr im Spiegelsaal von Schloss Morsbroich überschrieben. Überschäumende Spielfreude, Improvisationslust und virtuoses Experimentieren zeichnen das Musizieren von Meike Herzig (Blockflöte) und Artemandoline aus. Das Ensemble ist Pionier bei der Verwendung historischer Mandolinen, die nach dem historischen und geografischen Ursprung der Musik eingesetzt werden – eine einmalige Besonderheit!

Ebenfalls im Schloss spielt am 23. Februar (19.30 Uhr) das „Boulanger Trio“ –Birgit Erz (Violine), Ilona Kindt (Violoncello) und Karla Haltenwanger (Klavier) – Werke von von Bernstein, Piazzolla und Françaix sowie Quincy Jones, Copland und Philipp Glass. Um die L.I.E.B.E. geht es beim Gastspiel von Götz Alsmann, der am 24. Februar um 19.30 Uhr mit Band im großen Forum-Saal zu Gast ist. Ein bunter Mix von romantisch, zart und verträumt bis verrucht, draufgängerisch und wild aus der Zeit der „silbernen Operette“ der 20er und 30er Jahre, dazu Chansons der Nachkriegszeit und Preziosen aus der Schlagerwelt der 50er und 60er Jahre.

Um „Weibsbilder“ geht es in der Reihe Konzerte Leverkusener Musiker am Sonntag, 26. Februar. Im Forum (Agam-Saal) starten Sängerin Karola Pavone und Pianistin Nadine Schuster um 18 Uhr eine Revue mit Texten und Tönen von und nach Hollaender, Kästner, Benatzky, Kreisler, Tucholsky, Oscar Straus, Irmgard Keun, Madame du Chatelet, Pavone, Schuster und anderen.

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