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Kritik: „Investor des Bahnhofsquartiers in Leverkusen muss nachliefern“

OP Plus kann sich Hostel und Panoramagastronomie vorstellen : „Investor des Bahnhofsquartiers muss nachliefern“

Opladen Plus versteht die nun bekannt gewordene Reduktion der Einzelhandelsfläche im neuen Mini-Quartier, aber nicht den Wegfall von 100 Parkplätzen. Fraktionschef Markus Pott kann sich unter anderem die Etablierung einer Art City-Hostel für junge Leute und Familien vorstellen.

Der Investor muss sagen, wie er die Lücken füllen will, die durch den Wegfall von Einzelhandel im neuen Bahnhofsquartier entstehen: Das fordert Markus Pott, Fraktionschef von Opladen Plus und Mitglied im Aufsichtsrat der Bahnstadt, in einer Reaktion auf die konkretisierten Pläne fürs Areal nördlich der Bahnhofsbrücke.

„Beim Bahnhofsquartier geht es um den entscheidenden letzten Baustein des Bahnstadtentwicklungsprozesses. Es gibt eine Fülle von Chancen, die es möglichst allumfassend zu nutzen, aber auch eine Fülle von Risiken, die es möglichst zu vermeiden gilt“, merkt Pott an. Der ursprüngliche Investor Momentum habe die Latte hoch gehängt „mit einem gelungenen städtebaulichen Entwurf und einigen Nutzungsbausteinen, die vielversprechend waren. Dazu gehörte eine gut 6000 Quadratmeter große Fläche, mit der der Einzelhandel in Opladen um die Formate ergänzt werden sollte, die bisher fehlten.“ Der Traum von OP Plus sei es gewesen, dort Geschäfte „der Gattung Saturn und C&A“ anzusiedeln. Daraus werde offenbar nichts, sondern es laufe auf einen Supermarkt raus.

 Das Baufeld ist derzeit nicht mehr als geduldeter Parkplatz nutzbar. Laut OP Plus werden statt 400 nur noch 300 Parkplätze unter dem neuen Gebäude gebaut. Am Dienstag diskutiert die Bezirksvertretung II einen CDU-Antrag auf mehr Parkplätze im Bahnhofsquartier.
Das Baufeld ist derzeit nicht mehr als geduldeter Parkplatz nutzbar. Laut OP Plus werden statt 400 nur noch 300 Parkplätze unter dem neuen Gebäude gebaut. Am Dienstag diskutiert die Bezirksvertretung II einen CDU-Antrag auf mehr Parkplätze im Bahnhofsquartier. Foto: Miserius, Uwe (umi)
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Auch ein – „unerwartet tolles Hotelangebot“ im Vier-Sterne-Bereich sei versprochen worden und „ganz viel Parkraum. Diese bunten Federn sind nun arg beschnitten worden.“ Pott spricht von geplanten 300 statt der ursprünglichen 400 Plätze in der Parkgarage.

Am kommenden Dienstag in der Sitzung der Bezirksvertretung II geht es unter anderem ums Thema: „Im Interesse einer mehrfach angestrebten Aufgabe der Bunkerparkplätze auf der Bahnhofstraße schafft die Verwaltung die Voraussetzungen dafür, dass im Rahmen des Baus neuer Parkplätze am Bahnhofsquartier Opladen durch Cube Real Estate 50 Parkplätze zusätzlich errichtet werden“, fordert die CDU in einem Antrag für die Sitzung.

Natürlich sei OP Plus auch nicht dafür, „Dinge zu bauen, die am Markt nicht mehr ankommen“, betont nun Pott. „Allerdings erwarten wir, dass in dem Maße, in dem Abstriche vom Konzept gemacht werden, neue Ideen beziehungsweise neue Stärken hinzukommen. Da kam in der Beiratssitzung aber noch nichts Entsprechendes. Hier muss Cube nachliefern“, fordert er von Investor Cube Real Estates. In der Sitzung des Gremiums Mitte Januar war das veränderte Konzept vorgestellt worden.

Es müsse etwas gefunden werden, was für Attraktivität und Lebendigkeit sorge. Eine Art Studentenherberge analog des City-Hostels in Köln-Deutz, „die junge Leute und Familien anzieht. Die Sorge vor einem Wenig-Sterne-Hotel wie am Gesundheitshaus in Wiesdorf ist groß“, betont Pott, der sich im Obergeschoss des Torhauses eine Panoramagastronomie und eine Bildungseinrichtung vorstellen kann.