Kritik an SPD wegen Äußerung zu Schloss Morsbroich

Schloss Morsbroich : Kritik an SPD: „Erst vergraulen, dann nachtreten“

Die Wellen ums Schloss schlagen erneut hoch. Nach der jüngsten Ratssitzung kommentiert CDU-Ratsherr Bernhard Marewski: „Die Bürgerliste behauptet: Wir stehen weiterhin hinter den Planungen des Museumsvereins.

SPD und Grüne behaupten: Wir setzen das Konzept des Museumsverein voll um.“ Die Bürgerliste habe aber im Juli im Rat das Konzept „zerschossen“, SPD und Grüne hätten dies unterstützt.

Für den Park seien 1,2 Mio. Euro veranschlagt, 80 Prozent seien durch Bundesmittel gedeckt, 240.000 Euro der städtische Eigenanteil. Eine Parkpalette wie sie die Bürgerliste einbrachte, koste ca. 1,6 Mio Euro. Dafür gebe es keine Förderung. „1,2 Mio Schlosspark (Natur) gegenüber 1,6 Mio Parkpalette (Autos) – Grüße aus Absurdistan“, sagt Marewski.

Zu den Kosten für die Palette kämen die Park-Eigenmittel von 240.000 Euro dazu, die nicht mehr aus Spenden kommen, die der Verein fürs Konzept generierte. „So reden wir am Ende von Kosten, die auf die Stadt zukämen, von 1,8 Mio Euro – statt 0 Euro.“

Die ehemalige FDP-Ratsfrau Hiltrud Meier-Engelen kritisiert SPD-Fraktionschef Peter Ippolitos Satz, das Konzept des Vereins sei keine Bibel: „Das ist auch eine Methode mit ehrenamtlichem Einsatz umzugehen: Erst vergraulen, dann noch öffentlich nachtreten.“

(LH)
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