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Leverkusen: Krawalle rund ums Stadion

Leverkusen : Krawalle rund ums Stadion

Nach dem Bundesligaspiel gegen Borussia Dortmund ist es am Samstagabend auf der Bismarckstraße zu schweren Zusammenstößen zwischen Anhängern der Werkself und der Polizei gekommen.

Dabei wurde ein Beamter verletzt. Mehrere Fans klagten nach Einsatz von Reizgas über Atemwegsprobleme. Schwer getroffen zeigten sich auch gestern noch Verantwortliche des Vereins Nordkurve, rund um deren Gaststätte "Stadioneck" sich ein Großteil der Vorfälle abgespielt hatte. "Dazu hätte es aber gar nicht kommen müssen", kritisiert der zweite Vorsitzende des Vereins, Andreas Eckert, das Vorgehen der Polizei. Die trieb demnach nach einer einige Meter entfernten Auseinandersetzung zwischen Problemfans aus Leverkusen und Dortmund die beteiligten Anhänger der Werkself Richtung "Stadioneck. "Dort gehörte der Ärger aber gar nicht hin, weil die Probleme ihren Auslöser nicht hier hatten", betont Eckert.

Dass im Verlauf der Auseinandersetzungen ein Beamter durch einen Flaschenwurf am Kopf verletzt wurde und auch Steine flogen, kritisiert er aufs Schärfste. "Das ist absolut zu verurteilen. Wie die Polizei reagiert hat, war aber völlig überzogen und in keinster Weise gerechtfertigt", meint das Vorstandsmitglied des Vereins Nordkurve. Denn plötzlich rückte die Polizei Augenzeugen zufolge massiv vor, drängte auch viele normale Fans — darunter Frauen und Kinder — vor und in die Gaststätte.

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Dabei kamen Schlagstöcke zum Einsatz (auch gegen Nordkurven-Vertreter, die ganz offensichtlich schlichten wollten), Außeneinrichtung des Lokals (u.a. ein Pavillon) wurde zerstört, und Reizgas wurde drinnen wie draußen versprüht (auch auf Kinder und Frauen). Eine Frau, die unter Asthma leidet, erklärte später: "Ich hatte Angst, zu ersticken."

(RP)