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Leverkusen: Kostendeckel für Ausbau der Sekundarschule

Leverkusen : Kostendeckel für Ausbau der Sekundarschule

Nach der enormen Fehlkalkulation Am Hedrichsfeld tritt der Schulausschuss auf die Bremse.

Es wird viel gebaut in Leverkusens Schulen. Die noch im Aufbau befindliche Sekundarschule an der Neukronenberger Straße soll erweitert werden. Dazu wird ab Mai der Verwaltungstrakt aufgestockt. Früher können die Bauarbeiten schon aus dem Grund nicht begonnen werden, weil der Dachrand abgebaut werden muss. Und diese Arbeiten sind so laut, dass sie nur in den Sommerferien stattfinden können. 1,67 Millionen Euro soll die Erweiterung kosten. Nach den schlechten Erfahrungen mit Kostenexplosionen bei Bauprojekten verlangte Monika Ballin-Meyer-Ahrens (FDP) im Schulausschuss eine Deckelung auf 1,9 Millionen Euro. "Alles darüber hinaus muss hier diskutiert werden." Den Zusatz nahm der Ausschuss vor seiner Zustimmung ebenso auf wie eine Kostendeckelung bei der Erweiterung der Gesamtschule Schlebusch auf 4,1 Millionen Euro. Prognostiziert sind 3,65 Millionen Euro. Die Erweiterung ist aufgrund der steigenden Schülerzahl notwendig und wird aus dem Förderprogramm "Gute Schule 2020" finanziert. Gebaut werden insgesamt 13 Räume, neben Klassen- und Mehrzweckräumen auch solche für Differenzierung und internationale Förderklassen.

Beim Projekt Hauptschule Im Hederichsfeld wage sie keine Deckelung zu beantragen, sagte Ballin-Meyer-Ahrens. "Weder finanziell noch zeitlich" nachdem sie sich bei einer Begehung über die Problematik informiert habe. Die Baukosten für die Maßnahme erhöhen sich wegen statisch-konstruktiver Ertüchtigung um 6.805.500 Euro auf nun 18.906.000 Euro. Außerdem verlängert sich die Bauzeit bis 2021 - nach bisherigem Kenntnisstand.

Beim vierten vom Schulausschuss beschlossenen Projekt ist der Sportpark Bauherr. Auf dem Gelände der Neuen Bahnstadt Opladen soll eine Dreifachsporthalle für das Landrat-Lucas-Gymnasium entstehen, das seit 2013 NRW-Sportschule ist. Diese Halle soll dann auch dem Vereinssport zur Verfügung stehen und für die Nutzung als Mehrzweckhalle geeignet sein. Für die Basisvariante wird mit einer 80-Prozent-Förderung des Landes gerechnet. Derzeit werden die Kosten auf 9.256.000 Euro geschätzt. Allerdings beginnt die Ausschreibung erst nach der Zuschusssicherung. "Wenn wir dann feststellen, dass uns aufgrund der jetzigen Bausituation die Sache um die Ohren fliegt, dann lassen wir die Finger davon", versprach SPL-Betriebsleiter Georg Bosshammer. Jedenfalls solle er die Politik frühzeitig informieren, forderte Bernhard Marewski (CDU). Bosshammer könne sich hier im Wettbewerb zur Bauverwaltung beweisen: "Machen Sie es besser und zeigen Sie, dass es in dieser Stadt auch anders geht."

(mkl)