Konzert in der Leverkusener Friedenskirche

Friedenskirche : Konzert – „Jeder Mensch gehört dazu“

In der Friedenskirche wurde das Thema „Inklusion“ musikalisch inszeniert.

Musik ist universell, Musik verbindet Menschen und Kulturen. Ein Paradebeispiel dessen erlebten hunderte Zuschauer beim 5. Leverkusener Friedenskonzert unter dem Motto „Vereint in Vielfalt“. Für entsprechende Abwechslung sorgten Chorgesang, Instrumentalmusik und Lesungen, die sich insgesamt zu einem „bunten Kultur-Strauß“ vereinigten, wie Bürgermeister Bernhard Marewski in seiner Begrüßungsansprache beschrieb.

Ging es bei den letzten Friedenskonzerten noch um „Variationen zum Frieden“, „Vertonung der Menschenrechte“ oder Konzentration auf Flüchtlingsprojekte, so stellten Michael Schmidt, Vorsitzender Förderverein Junges Theater Leverkusen (JTL) und Stefan Esser, Musikalischer Leiter im JTL und Konrektor der Alkenrather Hugo-Kükelhaus-Förderschule, diesmal das Thema Inklusion in den Vordergrund. „Egal, wie Du aussiehst, woher Du kommst, welche Sprache du sprichst oder ob du eine Behinderung hast: Jeder Mensch gehört ganz natürlich dazu, vereint in Vielfalt“, beschrieb Marewski das angestrebte Ziel. Zum Auftakt in das 25. Jahr ihres Bestehens trugen die „Blue Mountain Singers“ unter Leitung von Josef Nedzvetski ihre Chorwerke gewohnt perfekt und temporeich vor. Wunderbar zart steuerten Dagmar Kilic (Alt), Stephan Hermanns (Bass), Hans-Jörg Schaefer (Tenor) und Andrea Jensen (Sopran) das englische Weihnachtslied aus dem 16. Jahrhundert „Coventry Carol“, bei. Es war insofern passend, als dass die Weihnachtszeit offiziell erst mit „Maria Lichtmess“ am 2. Februar endet.

Eine Lesung zweier Ensemblemitglieder des Jungen Theaters Leverkusen ergänzte die musikalischen Darbietungen. Unbestrittene Stars des Konzertes aber waren die Hugo-Kükelhaus-Schülerinnen Ayse Tillmann (18) und Natalie Zähringer (17). Solistisch und gemeinsam sangen sie unter anderem den alten Schlager „Girl from Ipanema“, das Stück „Alles leuchtet nur für dich“ (Joy Denalane) und den Charts-Titel „Someone you loved“ (Lewis Capaldi). Als sie mit „Je ne parle pas français“ (Namika) und „Country Road“ (John Denver) noch eins obendrauf setzten, waren die Besucher vollends begeistert, standen auf, stimmten ein und klatschten im Rhythmus. Unterstützt wurden die Mädchen durch ihre Schulband „Badabumm“, in der auch die Musikschullehrer Heinz-Reiner Schiefer, Ralf Müller und Elisabeth Tezak mitwirken. Erst seit November ist Benjamin Pascu (12) im Übrigen Mitglied der Band, es war der erste Auftritt für den Schlagzeuger. Spenden gingen zu gleichen Teilen an Fördervereine von Musik- und Hugo-Kükelhaus-Schule, letztere planen die Anschaffung von Tablets für nicht sprechende Kinder.