Kommentar: Kontrolle statt Horrorszenario

Kommentar : Kontrolle statt Horrorszenario

Alt werden ist schön, alt zu sein, kann furchtbar sein: Der Fall des katholischen Sozialdienstes für Frauen (SKF), der jetzt eigentlich nur zufällig über das Verfahren vor dem Arbeitsgericht Leverkusen öffentlich wird, zeigt einen eklatanten Missstand im Pflegesystem: Es fehlt dort an Kontrolle und bisweilen wohl auch an Fachlichkeit.

Es fehlt an Menschen, die Schutzbefohlenen, die sich selbst nicht mehr wehren können, zu ihrem (Menschen)-Recht verhelfen. Selbst wenn die gekündigte Mitarbeiterin nicht so fahrlässig gehandelt haben sollte, wie es ihr Dienstherr ihr vorwirft, bleibt immer noch genug übrig für ein Horrorszenario für einen schutzbefohlenen, hilflosen Menschen. Das ist dann aber viel zu wenig für ein Arbeitsrechtsverfahren, dann geht es um Straftatsbestände und vor allem die Frage, ob "nur" eine Pflegekraft, oder nicht auch die Arbeitsumstände für derartige Horrorszenarien verantwortlich sind. Gundhild Tillmanns

(RP/rl)
Mehr von RP ONLINE