Konrad Stöckel zu Gast im Scala-Club

Konrad Stöckel im Scala-Club : Wissenschaft mit hohem Spaßfaktor

Konrad Stöckel war zu Gast im Scala-Club und verblüffte mit Experimenten.

Der Titel „Wenn’s stinkt und kracht ist’s Wissenschaft“ hatte nicht zu viel versprochen: es stank, blitzte, krachte und donnerte, als Comedian, Moderator, Zauber- und Unterhaltungskünstler Konrad Stöckel bewies, dass Wissenschaft keine trockene Materie ist, wenn sie nur richtig vorgeführt wird. Die Zuschauer – darunter viele Familien mit Kindern – hatten viel zu lachen und waren begeistert. „Tolle Show mit vielen interessanten Details und Neuigkeiten“, urteilte Uwe König aus Wermelskirchen. „Es war echt klasse“, bestätigte Sohn Marcel.

Die Vorstellung im Scala-Club begann und endete mit einem unglaublichen Effekt, an dessen Ende die Frage stand: Trick oder Realität? Erst hatte der Künstler scheinbar einen Luftballon geschluckt und sagte dazu: „Das mit dem Luftballon ist natürlich nur ein plumper…“, hustete plötzlich und spuckte den Rest des Luftballons auf den Boden. Die Vorstellung schloss mit einer spektakulären Verpuffung, als er kochendes Wasser zu Stickstoff goss und hinter einer Wand aus Wasserdampf verschwand.

In Manier eines durchgeknallten Professors mit wirren Haaren, bekleidet mit weißem Kittel sowie Hose im Konfettimuster, entführte der 41-jährige Hamburger seine Zuschauer humorvoll in die Welt der Naturwissenschaften und Physik. Er erläuterte die Experimente, garnierte sie mit lustigen Erzählungen und spickte Tatsachen geschickt mit Illusionen. Unverkennbaren Spaß hatte der Knallteufel an pyrotechnischen Vorführungen.

Scala-Chef Fabian Stiens war unterdessen überzeugt, dass sein Theater nicht in Schutt und Asche gelegt würde. Angst hatte aber Matthias (11), als er Stöckel bei einem Feuer-Experiment assistieren sollte. Bereitwillig half der Junge dagegen bei einer Staub-Explosion. „Kleiner Tipp für zu Hause“, sagte der Entertainer vorweg, „abfackeln ist keine Alternative zum abstauben.“ Zum Dank erhielt das Kind ein Ballontier. Das wollte der Junge aber nicht annehmen, weil es der Künstler nur kurz in den Mund genommen hatte. Der Künstler bog sich vor Lachen und schenkte ihm stattdessen ein Buch.

Später führte er unter anderem vor, wie sich Kerzen löschen, Nebelkringel produzieren, ja sogar Plastikbecher vom Kopf eines Zuschauers mit einer Schallkanone schießen lassen. Er erläuterte, wie Erscheinungen in Natur und Technik mithilfe des Bernoulli-Effektes funktionieren, wie eine Zimmerfontäne entsteht oder ein Feuertornado wirkt. Und warum sich Speiseeis in kurzer Zeit mit Hilfe von Stickstoff produzieren lässt. Das so hergestellte Eis durften die Zuschauer schließlich in der Pause genießen.