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Leverkusen: Kommentar: Regieren wird nicht einfacher

Leverkusen : Kommentar: Regieren wird nicht einfacher

Die Akteure ändern sich – die Zersplitterung des Leverkusener Stadtrats bleibt aber auch in der neuen Zusammensetzung erhalten. Allein sechs Gruppierungen, die unterhalb der einstigen Fünf-Prozent-Hürde geblieben sind, gehören dem neuen Stadtparlament an.

Die Akteure ändern sich — die Zersplitterung des Leverkusener Stadtrats bleibt aber auch in der neuen Zusammensetzung erhalten. Allein sechs Gruppierungen, die unterhalb der einstigen Fünf-Prozent-Hürde geblieben sind, gehören dem neuen Stadtparlament an.

Vom linkspopulistischen (Die Linke, 3,8%) bis zum rechtspopulistischen Rand (Pro NRW, 4,4%) tummeln sich neben der FDP (3,8%) die Freien Wähler (1,4 %), die LEV-Partei (1,7 %) und die Piraten (1,7%). Für Jamaika Plus reicht es indes nicht mehr. Und auch wenn die Fraktionsspitzen Thomas Eimermacher (CDU) und Roswitha Arnold (Grüne) noch am Wahlabend betonten, sie würden ihre erfolgreiche Zusammenarbeit unbedingt fortsetzen wollen, so wird die Suche nach neuen Mehrheiten doch nicht einfach. Die notorisch unzuverlässige Bürgerliste fällt wohl weg, und die frisch erstarkten Lokalpolitiker von Opladen Plus, die sich vor allem um ihren Stadtteil kümmern wollen, werden ihre Haut teuer zu Markte tragen.

Diese Voraussetzungen dürften ein Hauptgrund für den gestern so demonstrativ zur Schau gestellten Jubel der Leverkusener SPD sein. Denn die Auswirkungen des gestrigen Wahlergebnisses auf die Oberbürgermeisterwahl im kommenden Jahr sind nicht zu unterschätzen. Nur wenn er eine stabile Mehrheit hat, will Amtsinhaber Reinhard Buchhorn (CDU) noch einmal antreten. Gelingt es CDU und Grünen nicht, solch ein stabiles bündnis zu schmieden, dürfen die Genossen zurecht Morgenluft wittern.

Fazit also der Wahl: Nichts bleibt wie es war, aber alles bleibt spannend.

(RP)