KOK-Sitzung mit Charme in der Stadthalle Bergisch Neukirchen

KOK-Sitzung mit Charme : Von Strumpfhosen und alten Zeiten

Die KOK-Sitzung geriet launig und zum Loblied  (mit etwas Tadel) auf Opladen

„Toll, was der Leverkusener Karneval schon hervorgebracht hat“, lobte FLK-Präsident Uwe Krause am Freitag bei der Prunksitzung des Komitees Opladener Karneval (KOK). Damit meinte er unter anderem auch die Regentschaft von Toni Blankerts, der das Zepter 1973 in Opladen führte. Zuletzt wurde der Ex-Prinz und einstige KOK-Senatspräsident vom amtierenden Narrenfürst Thorsten I. auf die Bühne geholt und mit seiner Prinzenspange dekoriert. „Daran erinnern kann ich mich aber nicht mehr“, sagte die Tollität, „denn damals war ich erst drei Jahre.“

Blankerts war nicht nur Prinz, sondern stand überdies 40 Jahre als „Nachtwächter“ in der Bütt und prangerte Missstände in Opladen an. Seit zwei Jahren wird diese Tradition von der KOK-„Klimbim Familie“ fortgesetzt. Der jüngste Eigenauftritt der Laiendarsteller hatte es erneut in sich. Da wurde zwar einerseits die neu gestaltete Fußgängerzone gelobt und mit dem Lied „En unserm Veedel“ besungen. Aber ebenso wurde im Beisein von Bahnstadt-Chefin Vera Rottes und Aufsichtsratsvorsitzendem Paul Hebbel über nicht funktionierende Aufzüge und Rolltreppen in der Bahnstadt geschimpft. Zuletzt lästerten die Beteiligten über Sparsamkeit am falschen Platz.

KOK-Geschäftsführer Thomas Loef spielte den Opa, der sich beim Seniorenturnen verletzt hatte, als in der Sporthalle eine Platte von der Decke fiel. „Vielleicht geht alles Geld nach Wiesdorf?“ spekulierte er, um kurz darauf zu verdeutlichen: „Viele meckern immer nur. Aber mit Opladen geht es langsam wieder bergauf.“ Ehe Tillman Loef abschließend sein Mottolied „Oh wie schön, 850 Johr jecke Opladener Tön“ sang, ergänzte er: „Außerdem halten wir im Karneval alle zusammen.“

Zum zweiten Mal insgesamt, aber zum ersten Mal als Präsident führte Peter Rösgen, Prinz des Jahres 2017, im ausverkauften Haus durch die Sitzung. Beim Zwiegespräch mit Thorsten I blickte er kurz zurück und sagte: „Es war eine schöne Zeit. Ich vermisse vor allem die weißen Strumpfhosen. Ab und zu ziehe ich sie noch an“, fügte er augenzwinkernd hinzu, bevor es mit dem von Literat Manfred Luxem zusammengestellten Programm weiterging. Beobachter waren nicht nur Vertreter aller Opladener Karnevalsgesellschaften, sondern auch eine Abordnung der Karnevalsfreunde Manfort mit ihrem neuen Präsidenten Virgilio Pérez Guembe.

Mitwirkende waren unter anderem die Prinzengarde Opladen, die Mundartgruppen Echte Fründe und Domstürmer, Bauchredner Klaus und Willi und die StattGarde ColoniaAhoj.

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