Leverkusen: Kölner Straße: Ärger um fehlende Information

Leverkusen : Kölner Straße: Ärger um fehlende Information

Die Hauptverkehrsachse von Opladen, die Kölner Straße, ist zwischen Karlstraße und Fußgängerzone seit Montag komplett gesperrt. Für zwei Wochen. Gegen 15.45 Uhr zogen Arbeiter Bauzäune quer über die Straße.

Schon morgens ging auf der Herzogstraße zwischen Marktplatzeinfahrt und Kölner Straße nichts mehr: Die EVL lässt die Gasleitungen in diesem Bereich austauschen. Die Aktion sorgte für Ärger: "Wieso wurden wir nicht rechtzeitig informiert", kritisierte ein Geschäftsmann. Und auch verblüffte Busfahrgäste standen ratlos an den nicht mehr bedienten Haltestellen.

Stauschau: Gestern Nachmittag wurden viele Autofahrer von der Komplettsperrung der Kölner Straße überrascht. Foto: Uwe Miserius

Erst am Donnerstag vergangener Woche hatte die Wupsi öffentlich über die bevorstehende Sperrung und damit über die neue Fahrtroute für alle Buslinien, die über die Kölner Straße rollen, informiert.

"Ich habe von der Komplettsperrung in der Rheinischen Post gelesen und bin mit dem Artikel durch die Geschäfte in der Nachbarschaft gezogen", berichtete gestern Heide Petzold vom Miederhaus "Christ". Vorher habe es für sie keine Information gegeben. Zuständig ist dafür die Energieversorgung Leverkusen.

Die EVL hatte zumindest an einem Haus in der Herzogstraße ein Infoblatt verteilt, auch alle anderen betroffenen Haushalte sollen nach EVL-Angabe per Schreiben informiert worden sein.

Am 18. September schrieb der EVL-Sachbearbeiter beispielsweise "an die Anwohner der Mittelstraße, Kanalstraße, Herzogstraße", dass es in der 38. Kalenderwoche (ab 17. September, die Red.) zu Bauarbeiten kommen könne. Dabei ist von "Einengung" und "Behinderung" die Rede. Dass es zur Vollsperrung kommen wird, dies kann der Leser daraus nicht entnehmen.

Fakt ist: Die Herzogstraße war Montag ganz gesperrt, weil sich der Baugraben quer über die Straße zog. Erneuert werden Gasrohre der 30er und 50er Jahre, berichtete die EVL auf Anfrage. Mehrfach mussten diese Leitungen in den vergangenen Jahren repariert werden. Wenn die Bauarbeiten auf der Kölner Straße am 19. Oktober beendet sind, dann geht es auf der Uhlandstraße weiter. Weitere Sanierungen im Umfeld der Kölner Straße sollen folgen. Dabei werden nur kleinere Baugruben im Abstand von bis zu 100 Metern ausgehoben.

Eine solche Grube gab es Montag ausgerechnet an der Ecke Kölner Straße/Karlstraße, so dass der Verkehr beim Umfahren der "plötzlich" gesperrten Kölner Straße zusätzlich behindert war.

(RP/rl/top/jco)