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Kölner Lichter 2022 fallen aus - das ist der Grund

Mutter aller Bierbörsen findet in Opladen statt : Kölner Lichter fallen wegen Corona erneut aus

Auch in diesem Jahr gibt es keine Kölner Lichter – dazu hatte sich der Leverkusener Veranstalter Werner Nolden schon früh entschieden. Die Opladener Bierbörse wird Mitte August stattfinden. Derzeit laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren.

Vor zwei Jahren, als er zum ersten Mal die Kölner Lichter absagen und die gesamte Rückabwicklung bereits verkaufter Karten in die Hand nehmen musste, „habe ich 500.000 Euro in den Kamin geschossen“, sagte Werner Nolden schon zu Beginn des Jahres. Davor war er schon gar nicht in den Vorverkauf gestartet. Denn die Lage, um fürs Funkeln am Firmament überm Dom zu sorgen, hat sich nicht verbessert. Im Gegenteil.

Zur Frage der Finanzierung sind zwei Hürden hinzugekommen: zum einen die schwere Krise, in der Feuerwerkshersteller Weco aus Eitdorf wegen des Feuerwerksverbots an Silvester, dem zweiten in Folge, steckt. „Bei Weco steht man gerade vor immensen Herausforderungen, was das gesamte Unternehmen und deren zahlreiche Mitarbeiter betrifft, sodass verständlicherweise eine belastbare Aussage zum Thema Feuerwerksveranstaltung dort derzeit niemand treffen kann“, hatte Nolden angemerkt, der die Firma Weco seit 19 Jahren kennt, mit Cheffeuerwerker Georg Alef die leuchtenden Abende gestaltete. Zum anderen: die pandemische Lage, „die mit Omikron vermutlich zu einer Verschärfung der Infektionszahlen in den kommenden Wochen führt und dies mit ungewissem Ausgang“. Nolden sollte recht behalten, die Sommerwelle überrollt derzeit NRW.

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Alle drei Faktoren zusammen haben Nolden und seinem Team zur Absage der Kölner Lichter 2022 bewegt. Seit vergangenem Jahr hat Nolden mit den Partnern der Veranstaltung gesprochen, etwa mit der Stadt Köln und den Ratsfraktionen. Es ging um die Finanzierung. Das Ergebnis der Gespräche „schließt unsere vermutliche Finanzierungslücke jedoch nur zum Teil“. Bei einer ersten Kalkulation zu den Lichtern im vergangenen Herbst habe sich ein Minus von 300.000 Euro ergeben, berichtete Nolden damals.

Er telefonierte mit den 50 Schifffahrtsgesellschaften, die normalerweise bei den Lichtern mit an Bord sind. Auch sie bräuchten Planungssicherheit, die ihnen das Opladener Veranstaltungsbüro in der Situation nicht geben konnte. „Wir müssen schweren Herzens den Tatsachen ins Auge sehen.“ Nachsatz: „Die Hoffnung allerdings verlieren wir nicht. Dass es die Kölner Lichter nie wieder geben wird, kommt in unserer Vorstellungskraft nicht vor, auch wenn die Chance auf einen Neubeginn mit jedem Jahr des Ausfallens sinkt.“

Nach dem sehr erfolgreichen Schlebuscher Volksfest im Juni stehen die Zeichen auf Grün für die Bierbörse in Opladen vom 12. bis 15. August. Auch wieder mit Musik. „Auf das begleitende Bühnenprogramm wird in diesem Jahr des Neustartes nicht ganz verzichtet. Am Sonntag und Montag können sich die Besucher auf eine große Open-Air-Bühne mit einem abwechslungsreichen Programm freuen“, kündigt Werner Nolden an. „Traditionell wird Guildo Horn mit seinen orthopädischen Strümpfen am Montagabend zum 26. Mal die Massen begeistern.“

Der Eintritt zur gesamten Fläche an der Schusterinsel ist kostenfrei. Öffnungszeiten: Freitag und Samstag: 15 Uhr bis Mitternacht, Sonntag und Montag: 15 bis 23 Uhr.