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Klinikum Leverkusen lässt Gebäude für 22,5 Mio. Euro aufstocken 

Richtfest : Klinikum lässt Gebäude für 22,5 Mio. Euro aufstocken

Geburtshilfe, Neurologie und Kardiologie werden ausgebaut und erhalten mehr Platz und Komfort für Mitarbeiter und Patienten. Am Mittwoch war Richtfest in Schlebusch. Geschäftsführer Zimmermann sprach über weitere Pläne.

Noch wird gehämmert und gesägt. Das wird auch so bleiben, bis das 22,5 Mio Euro teure Projekt im September 2021 beendet und das Gebäude 1.L des Klinikums Leverkusen fertiggestellt ist.

Seit letztem September arbeitet die Baufirma Zabel aus Castrop-Rauxel bei laufendem Betrieb an Aufstockung und Ausbau für die Fachbereiche Geburtshilfe, Neurologie sowie Kardiologie auf vier Etagen und insgesamt 5500 Quadratmeter. Die Corona-Pandemie hat die Ausführung um drei Monate verzögert. Zum Ende des ersten Bauabschnitts und symbolischen Richtfest trafen sich am Mittwoch Oberbürgermeister Uwe Richrath, Geschäftsführer Hans-Peter Zimmermann, die Chefärzte der drei Fachbereiche mit Bauprojektmanager Jan Küster und Polier Lennard Kneyder. „Es ist ein wichtiger Meilenstein“, betonte Zimmermann. „Ein besonderes Ereignis, auf das ich zwölf Jahre gewartet habe“, bemerkte Kubilay Ertan, Direktor der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe. „Die richtige Entscheidung und gut investiertes Geld zur Versorgung der Bevölkerung“, ergänzte Richrath.

Auf der ersten Etage rückt das Mutter-Kind-Zentrum mit Geburtshilfe, Kinderklinik und Intensivstation zusammen. Unter anderem bestückt mit Entspannungs- oder Geburtsbadewanne liegt der Fokus in fünf innovativen Kreißsälen –  einem mehr als bislang – auf Wohlfühlatmosphäre, bei der die natürliche Geburt im Vordergrund steht. Sowohl technische als auch medizinische Geräte sind in Schränken verstaut. Die Räume auf der zweiten Etage bezieht die Medizinische Klinik 1, also Kardiologie und Klinikdirektor Peter Schwimmbeck. Dort entstehen Arzt- und Patientenbereiche rund um drei Herzkatheter-Messplätze – ebenfalls einer mehr – einschließlich OP, in denen schonende Eingriffe möglich sind.

Auf der obersten Etage findet die bauliche und organisatorische Modernisierung der Klinik für Neurologie unter der Leitung von Hans-Ludwig Lagrèze ihren Abschluss. Die Spezialambulanz für Patienten mit Multiple Sklerose ist dort ebenso untergebracht wie für Infusionsbehandlungen, beide bieten deutlich mehr Komfort und Privatsphäre als zuletzt. Mit dem Abschluss der Arbeiten sind die Aus- und Umbaupläne von Geschäftsführer Zimmermann nicht abgeschlossen. „Das Bild ‚Gesundheitspark und Baukran‘ wird sich künftig nicht vermeiden lassen“, versicherte er. Ein Konzept zur Neugestaltung des Haupteingangs ist ebenso in Arbeit wie zum Neubau der Krankenpflegeschule.