Leverkusen: Kirchenkreis baut Internat um

Leverkusen : Kirchenkreis baut Internat um

Leverkusen/Rhein-berg (jube) Nach 16 Jahren Leerstand ist eine Entscheidung gefallen: Der evangelische Kirchenkreis Leverkusen plant, das ehemalige Internat in Burscheid zu einem modernen Verwaltung- und Tagungshaus umzubauen. Das beschlossen Vertreter der Gemeinden aus Leverkusen, Leichlingen, Burscheid, Langenfeld und Monheim am Samstag bei einer Sondersynode im Gemeindehaus Leichlingen. Superintendent Gert-René Loercken argumentierte, mit dem Umbau des Gebäudes eine "Investition in die Zukunft" zu tätigen und sprach von einer "seltenen Gelegenheit" für den Kirchenkreis: "Angesichts der Veränderungen, die auf den Kreis und seine Gemeinden zukommen, ist das eine einmalige Chance, die Räume zu schaffen, die wir für die Zukunft brauchen", unterstrich Loercken.

Das sechsstöckige Haus werde entkernt und teilweise abgebrochen. Im Inneren sollen große Büros, eine Caféteria, ein Konferenzraum und eine Wohnung entstehen. Das Gebäude wird in Sachen energetische Sanierung dem neuesten Stand der Technik entsprechen und auf der Südseite mit einer Photovoltaik-Fassade ausgestattet werden. Als Architekten hat der Kirchenkreis den Solinger Frieder J. Heinz ins Boot geholt, der am Samstag die Baupläne zeigte und technische Fragen beantwortete.

71 Gemeindevertreter stimmten für die Erneuerung des Gebäudes; es gab zwei Gegenstimmen und zwei Enthaltungen. Die Kosten für den Umbau belaufen sich auf vier Millionen Euro. "Das Geld stammt aus zweckgebundenen Rücklagen und Krediten", sagte der Leichlinger Peter Berger, Vorsitzender des Finanzausschusses. Verwaltung und Referate des Kirchenkreises und das Diakonische Werk werden nach Burscheid umziehen – die Psychologische Beratungsstelle, Suchthilfe, Schuldnerberatung und andere Dienste behalten ihren Standort hingegen in Wiesdorf.

Durch den Ortswechsel möchte der Kirchenkreis Leverkusen "sein Engagement im Rheinisch-Bergischen Kreis verstärken, bleibt in den anderen Regionen trotzdem präsent", betonte Pressesprecher Christof Bleckmann. Kommentar

(jube)
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