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Kinderschutzbund in Leverkusen in Geldnot: Spendenaktion soll helfen

Aufruf an die Leverkusener : Kinderschutzbund in Geldnot: Spendenaktion soll helfen

Helmut Ring strahlt Gelassenheit aus. Der Vorsitzende des Kinderschutzbunds Leverkusen stürzt sich gern in die Arbeit für all die Kinder und Jugendliche. Doch durch die Corona-Pandemie wurden die Sorgen um die Finanzen größer.

Die Stadt steuert nur einen kleinen Anteil des Budgets bei. Insgesamt fußt das Angebot des Schutzbunds auf Spenden. Viele Zuwendungen, etwa auch von Stiftungen, blieben nun vor dem Hintergrund der Pandemie aus, berichtet Ring. Geldgeber nähmen mitunter andere Schwerpunkte in den Blick. Umso wichtiger sind jetzt Spenden aus der Bevölkerung.

Mit der Bethe-Stiftung konnte Ring einen gewichtigen Partner in der finanziellen Akquise gewinnen. Die Stiftung des Ehepaars Roswitha und Erich Bethe war vor rund zwei Jahren schon einmal Partner der Leverkusener. Der Plan ist nun, die eingegangenen Spenden zu verdoppeln. Dafür gilt der Zeitraum vom 1. November bis 31. Januar des kommenden Jahres. Auf maximal 8000 Euro kann die Summe so anwachsen.

„Das wird auch gelingen“, versichert Ring, und lächelnd fügt er hinzu: „Ich bin immer optimistisch.“ Angesichts der mäßigen finanziellen Lage braucht es wohl eine Person, die positiv bleibt. In den vergangenen Monaten verbrachte Ring daher viel Zeit damit, Anträge auf anderweitige Förderungen auszufüllen. „Anders geht es nicht“, sagt der 69-Jährige. „Wir haben nie im Geld geschwommen. Aber Corona hat uns in finanzielle Schwierigkeiten gebracht.“ Es müssten alle Optionen ausgeschöpft werden. Immerhin gebe es positive Rückmeldungen, sagt Ring. In naher Zukunft könnten wohl neue Kooperationen öffentlich gemacht werden.

Im Zuge der Geldknappheit fragten Ring und seine Mitstreiter auch bei der Stadt nach größerer Unterstützung nach. Das sei aber kurz vor der Wahl und wohl etwas sehr kurzfristig gewesen. Laut Ring sei das Thema in der Politik aber auf dem Tisch.

Von den durch die Bethe-Stiftung verdoppelten Spenden abhängig ist die „Babysprechstunde“, die der Kinderschutzbund anbietet. Roswitha Rheinbay hilft Eltern bei vielschichtigen Problemen mit ihren Neugeborenen. Ring betont: „Das ist sehr hilfreich.“ Rheinbay ist eine der Honorarkräfte und arbeitet eigentlich im Klinikum. Die Sprechstunde funktioniert auf  Termin. Und Ring versichert, auch ohne den angestrebten Betrag finde sie statt: „Wir finden einen Weg.“

Hinweis: Spendenkonto: DE79 3755 1440 0250 0958 66; Zweck (immer angeben): Bethe