Kinderkarneval in Leverkusne bei der KG Steckepääd und den "L(e)ev Pänz"

Kinderkarneval : Wenn Einhörner auf Superhelden treffen

Kinderkarneval fast allerorten. Wir haben zwei herrliche Sitzungen besucht und einen Star entdeckt.

Nicht nur die Erwachsenen gönnten sich am vergangenen Wochenende ihre gute Portion karnevalistischen Humors. Nein, auch die Kinder in der Stadt durften einmal mit der großen Kelle vom bunten Teller nehmen und sich selbst feiern – unter anderem in Manfort bei den L(e)ev Pänz und in Bürrig bei der KG Steckepääd.

Erwartungsgemäß wird das dann sogar etwas bunter und noch etwas lauter als bei den Erwachsenen – vor allem aber eines: chaotischer. Und so viel kann verraten werden: diese Erwartungen sollten nicht enttäuscht werden. Schon gegen kurz nach Mittag hatten sich in Manfort vor dem Lindenhof einige Familie eingefunden – allerdings lässt man Superhelden und  Einhörner natürlich nicht im Regen stehen, also öffneten sich die Türen zur Feierfabrik schon früher als vorgesehen. Um die 400 Gäste, erzählte Melanie Lein breit lächelnd, würden erwartet. Keiner dieser Jecken hatte Eintritt bezahlen müssen. Finanziert wird das Spektakel durch Spenden und die Einnahmen vor Ort. Das hat sich der kleine Verein aus 47 Mitglieder auf die Fahne geschrieben. „Wir sind ein Familienbetrieb“, betonte „Mutter“ Lein. Ob Groß oder Klein – alle werden gebraucht. Kinder und Eltern schätzen und mögen das Konzept der Sitzung. Die Kinder haben Spaß, laufen und toben umher. „Es macht einfach Spaß zu sehen, wie viel Freude sie haben“, sagte die 57-jährige Martina, deren Enkel gerade durch den Saal streunt.

Da passiert auf der Bühne aber einiges an Akrobatik: Die kostümierten Gäste der  „Le(e)v Pänz“ staunten am Sonntag nicht schlecht. Foto: Miserius, Uwe (umi)

Während die L(e)ev Pänz so langsam durchstarteten, nahmen sie in Bürrig bei der KG Steckepääd gerade erst so richtig Anlauf. Im Pfarrheim Sankt Stephanus regierte der Frohsinn. Als der Elferrat (der bei der KG aus sechs Mädchen besteht), mit Holzpferdchen in den Saal galoppierte, flogen die Süßigkeiten zwische die Tischreihen.

Auch FLK-Prinz Thorsten (Klatt) I. kam auf Stippvisite vorbei. Mit großen Augen schauten ihn die Kinder, die sich auf die Bänke gestellt hatten, an, ehe das närrische Oberhaupt sie zu sich nach vorne rief. Gemeinsam tanzten sie eine Polonese durch die Reihen.

Der heimliche Star des Nachmittags sollte aber jemand ganz anderes werden. Die elfjährige Jana Weiler führte als Präsidentin durch die Sitzung. Und das tat sie mit solch Leichtig- und Selbstverständlichkeit, dass ihr Auftritt tief beeindruckte.

Allerdings gehört sie bereits zu den alten Hasen, steht sie doch schon seit drei Jahren auf der Bühne. „Das ist einfach ihr Naturell“, erläuterte Mutter und Steckepääd-Literatin Susi Weiler das Talent ihrer Tochter. Sollte Jana keine Lust mehr haben, steht ein Nachfolger bereits fest: Ihr neunjähriger Bruder möchte das Ruder übernehmen.

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