Kinderarmut in Leverkusen steigt

Anfrage im Landtag : Kinderarmut – so hilft das Land Leverkusen

Kinderarmut bleibt ein Problem. Die Zahl der Familien, die von Mindestsicherheitsleistungen des Staates abhängig sind, hat sich in Leverkusen in einem Zeitraum von zehn Jahren erhöht.

Waren es 2007  noch 4.865  Empfänger, so stieg deren Zahl bis 2017 auf  6.386. Das geht aus einer Anfrage der Leverkusener Landtagsabgeordneten Eva Lux (SPD) hervor. Doch die Landesregierung steuert gegen und bietet kurzftistige und langfristige Hilfen für die betroffenen Familien.

Seit 2015 wird jährlich das Programm „Soziale Arbeit an Schulen im Rahmen des Bildungs- und Teilhabepakets“mit 47,7 Millionen Euro von NRW unterstützt. Dieses Geld wird dafür genutzt, Kommunen beim Einsatz  sozialraumorientierter Jugend- und Sozialarbeitern zu unterstützen.  Jährlich bekommt die Stadt Leverkusen 38.4091,35 Euro aus dem Landesprogramm. 2017 wurde das Geld dafür genutzt, um insgesamt zwölf Bildungs- und Teilhabeberater zu finanzieren, die in 30 Schulen und Bildungseinrichtungen eingesetzt wurden. Viele weitere Programme werden in Leverkusen gefördert, wie zum Beispiel „NRW hält zusammen... für ein Leben ohne Armut und Ausgrenzung“.

 Der Haushaltsplan 2019 sieht vor, zusätzliches Geld für den Aufbau kommunaler Präventsionketten zu investieren. Solche Hilfen beziehen sich nicht auf eine kurzfristig wirkende  Erhöhung des Einkommens der Familien, sondern setzen beim Kind selbst an. Die Vermeidung von Ausgrenzung wird häufig über die Schulen betrieben.  Das Programm „Soziale Arbeit an Schulen im Rahmen des Bildungs- und Teilhabepackste“ wird bis Ende 2020 verlängert, heißt es in der Antwort der Regierung weiter.  Das Ministerium für Schule und Bildung stellt daher Stellen für die Beschäftigung für Sozialarbeiter zur Verfügung und will diese dauerhaft finanzieren. Für das Schluljahr 2019/2020 sollen 970 Stellen für Sozialarbeiter für Integration zur Verfügung stehen.  Ebenso sollen die Teilhabechancen von Familien  verbessert werden, die aus benachteiligten Quartieren kommen. Dabei hilft das Programm  „Zusammen im Quartier –  Kinder stärken, Zukunft sichern“. Es werden qualifizierte Bezugspersonen in den Quartieren gefördert.

(kb/bu)
Mehr von RP ONLINE