Leverkusen: Kinder auf spannender Zeitreise mit dem Drachen Kokosnuss

Leverkusen: Kinder auf spannender Zeitreise mit dem Drachen Kokosnuss

"Wir sind richtig durch die Zeit gereist", erzählt der siebenjährige Simon. "Zuerst waren wir in der Steinzeit, dann bei den Rittern im Mittelalter und heute sind wir bei den Indianern." Tatsächlich hieß es für rund 30 Leverkusener Kinder: "Drache Kokosnuss reist durch die Zeit."

Das Osterferienprojekt vom Naturgut Ophoven bot den Kids zahlreiche Bastelangebote und viel Spannendes über die einzelnen Jahrhunderte. So mussten sie unter anderem im Mittelalter mit Pferd und Armbrust den Drachen Kokosnuss (Kinderbuch-Held von Schriftsteller und Illustrator Ingo Siegner) befreien. Doch bevor sie die mutige Aufgabe bestehen konnten, wurden sie in der Burg Ophoven feierlich zum Ritter geschlagen. Besonders für die Jungs war das ein einmaliges Erlebnis. Zeitgleich wurden Gaukler ausgebildet und in der Küche Butter und Kräuterquark nach alten Rezepten hergestellt.

Dem zehnjährigen Milan hat das Gaukeln sehr viel Spaß gemacht - die einzige Unterhaltung, die man im Mittelalter kannte. Fernsehen habe es ja noch nicht gegeben. "Wir haben uns verkleidet und ein spaßiges Rollenstück aufgeführt." Bei den Indianern wurde ein riesiges Tipi aus Ästen und Baumstämmen auf dem Grundstück des Naturguts erschaffen sowie Traumfänger und Trommeln gebastelt. Die Trommeln waren für Simon eines der großen Highlights. "Ich will ja schließlich auch mal Rockstar werden und Schlagzeug spielen", sagt der Siebenjährige. Die zehnjährige Janine ergänzt: "Ich kann dann dazu singen. Ich kann das schon richtig gut und möchte irgendwann mal mit Helene Fischer zusammen singen."

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Die Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren verstanden sich insgesamt sehr gut. Bemerkenswert war allerdings, dass sie alle den kleinen Drachen Kokosnuss und seine Geschichten kannten. Lukas Knauf, Bundesfreiwilliger und einer der Leiter der Ferienfreizeit, ist begeistert von der bunten und aktiven Truppe. "Die Kinder sind sehr reiselustig und alle sehr belesen", staunt er. Schließlich hätte er den kleinen Drachen noch nicht gekannt. "Dennoch haben alle aufmerksam zugehört, wenn wir täglich aus dem Buch vorlasen, um zu wissen, wohin die Reise an dem Tag gehen würde."

Wertvoll waren für die meisten Kinder die Erlebnisse in der Natur. Ein zehnjähriges Mädchen sagte beispielsweise dazu: "Mir hat das Spielen draußen total viel Spaß gemacht." Ansonsten, so gab sie zu, hätte sie wahrscheinlich die meiste Zeit in den eigenen vier Wänden vor der Spielekonsole verbracht.

(hawk)