Noch 3 Tage bis Weiberfastnacht: Ostereier zur Funkensitzung

Noch 3 Tage bis Weiberfastnacht : Ostereier zur Funkensitzung

Mit einem ungewöhnlichen Mitbringsel überraschte das Kinderprinzenpaar die fast 500 Gäste der von der KG Neustadtfunken organisierten Prunksitzung. Sogar Besuch aus Chicago feierte in der Opladener Stadthalle mit.

Die Prunksitzung der KG Neustadtfunken in der Stadthalle Opladen endete wie sie begann: Mit kölschen Liedern und bester Schunkellaune. "Sie waren ein tolles Publikum", bedankte sich Präsident Peter Linnartz bei den 470 überwiegend kostümierten Gästen.

Aus Nah und Fern waren sie angereist. Die weiteste Strecke hatte Norbert Badler (77) zurück legen müssen. Der Neustadtfunken-Senator, der als Tischnachbar neben Hannelore Henning, der Witwe des früheren Leverkusener Bürgermeisters Horst Henning (SPD) saß, kommt alle zwei Jahre aus Chicago/USA eigens zum Karneval nach Opladen.

Nicht ganz so weit war die Reise für 20 Vertreter zweier Karnevalsgesellschaften aus Werne an der Lippe (Nähe Münster). Erst am Vorabend hatten sie mit den Neustadtfunken das 88-jährige Jubiläum der dortigen Kolpingsfamilie und deren Karnevalsgesellschaft "Holdifast" ("Halt Dich fest") gefeiert. Holdifast-Präsident Jörg Weber betonte: "Die Neustadtfunken sind eine absolute Bereicherung für unseren Karneval."

Ganz in Rot und Weiß war die Bühne getaucht, als Traditionscorps, Garde und Pänz vom Rosenhügel mit dem Kinderprinzenpaar Michelle II. und Daniel II. — sie verteilten gefärbte Ostereier statt Blumen — zu Sitzungsbeginn als Eisbrecher fungierten.

Prinz Udo I. war mit großem Gefolge gekommen und schien leicht heiser zu klingen. Das täusche, sagte er nach seinem Auftritt, er fühle sich bestens. Zwar leide er unter Heuschnupfen, doch vor lauter Adrenalin spüre er nichts davon. Weiter ging es im Programm mit "Dä Knubbelisch" und Geschichten aus dem Klingelpütz.

Die Musikgruppen "Rheinländer" und "Filue" servierten rheinische Lieder, Bauchredner Peter Kerscher bombardierte mit flotten Sprüchen die Lachmuskeln, Blom un Blömcher begeisterten mit einem perfekten Mix aus Slapstick, Comedy und Musik. Wicky Junggeburth kam trotz Krankheit und verwandelte den Saal in einen Hexenkessel. Als das Publikum Zugabe forderte, musste er abwinken. "Ich kann nicht mehr", sagte der Kölner Ex-Prinz und zeigte auf seinen Hals. Als Dank erntete er eine donnernde Rakete.

"Die jungen Trompeter" mischten den Saal anschließend so richtig auf. Kaum noch Grenzen kannte die Begeisterung, als der Rolling-Stones-Titel "Satisfaction" erklang. Zum offiziellen Ende der Sitzung sangen und spielten "Die Fidele Kölsche" ein Potpourri kölscher Lieder. Aber Schluss war da noch lange nicht...

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(RP)